07.09.2026 – 08:53
Bremen (ots)
-Ort: Bremen-Mitte, OT Altstadt, Am Markt
Zeit: 06.09.26, 7.40 Uhr
Ein 26 Jahre alter Mann hat am Sonntagmorgen auf dem Bremer Marktplatz versucht, Geld aus dem sogenannten „Bremer Loch“ vor der Bürgerschaft zu angeln. Statt einer tierischen Zugabe gab es am Ende eine Begegnung mit der Polizei.
Normalerweise erklingen Hahnenschreie, Maunzen, Bellen und ein kräftiges „I-A“, wenn Passanten eine Münze in das Bremer Loch werfen. Die ungewöhnliche Spendendose am Marktplatz sammelt Geld für einen guten Zweck.
Am Sonntagmorgen hatte es ein Mann allerdings weniger auf den Gesang der Bremer Stadtmusikanten als auf deren Einnahmen abgesehen.
Ein Zeuge alarmierte die Polizei und meldete, dass sich jemand an dem Bremer Loch zu schaffen machte. Einsatzkräfte trafen wenig später auf einen 26-Jährigen, der neben den geöffneten Gullydeckel lag und mit einer Eisenstange versuchte, an das darin befindliche Geld zu gelangen. Nach bisherigen Erkenntnissen hatte der Mann Schrauben des Gullydeckels herausgedreht und diesen geöffnet. Seine Rechnung hatte allerdings einen Haken: Unter dem Deckel schützt ein zusätzlich verschlossenes Gitter den Auffangbehälter mit den Spenden. Der 26-Jährige versuchte deshalb, das Geld mit der Eisenstange durch das Gitter zu angeln – ohne Erfolg.
Gegenüber den Einsatzkräften zeigte er sich von den Eigentumsverhältnissen wenig beeindruckt. Sinngemäß erklärte er, das Geld gehöre schließlich niemandem und er versuche bereits seit Tagen, daran zu gelangen. Seinen Wunsch, das Geld nun endlich ausgehändigt zu bekommen, erfüllten ihm die Polizisten nicht.
So blieb die Beute dort, wo sie hingehört. Die Einsatzkräfte verschraubten das Bremer Loch anschließend wieder weitestgehend.
Esel, Hund, Katze und Hahn konnten ihre Einnahmen damit verteidigen – ganz ohne Räuberhaus und diesmal mit Unterstützung der Polizei.
Die weiteren Ermittlungen dauern an.
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