Nationalspieler Deniz Undav kommt beim VfB Stuttgart zum Saisonstart noch nicht in Schwung. Trainer Sebastian Hoeneß versucht zu ergründen, was hinter der Formkrise des neuen Kapitäns der Schwaben steckt.
Nach dem 4:1-Sieg gegen den 1. FC Köln, bei dem Undav zum dritten Mal im dritten Pflichtspiel 2026/2027 ohne eigenen Treffer blieb, berichtete der Erfolgscoach von leichten Achillessehnenbeschwerden beim 30 Jahre alten Angreifer.
„Es ist das Los eines Superstars, dass dann nach dem 4:1 nach Deniz‘ Leistung gefragt wird. Er kann sicher besser spielen. Das hat er schon sehr, sehr oft gezeigt“, so Hoeneß. „Ich habe nicht das Gefühl, dass er hundertprozentig frei ist.“
Nur eine einzige Torchance verzeichneten die Statistiker gegen Köln für Undav, der sich ansonsten für seine Verhältnisse erneut zu harmlos präsentierte. „Wie in der letzten Woche hat er alles versucht, um die Mannschaft zum Sieg zu führen“, sagte Sportvorstand Fabian Wohlgemuth dennoch und ergänzte: „Und das ist ihm ja auch gelungen.“
Undavs Leistungsdelle macht den VfB-Bossen noch keine Sorgen. „Es gibt Phasen im Leben eines Stürmers, die muss man bestehen und überstehen“, sagte Wohlgemuth.
VfB Stuttgart auch ohne Undav-Treffer torhungrig
Gegen den 1. FC Köln zeigten die Stuttgarter trotz des wenig überzeugenden Undav-Auftritts eine reife Leistung und führten letztlich einen völlig verdienten und deutlichen Erfolg ein.
Bilal El Khannouss glänzte mit seinem Führungstreffer zum 1:0 (39.). Auch Mittelfeldspieler Grischa Prömel (60.), der für Undav eingewechselte Sturmkonkurrent Ermedin Demirovic (75.) und Rechtsverteidiger Josha Vagnoman per traumhaftem Volleyschuss (90.) trugen sich in die Torschützenliste ein.
Die Schwaben zeigten damit eine starke Reaktion auf die 1:5-Klatsche zur Saisoneröffnung beim FC Bayern vor einer Woche.
Weiter geht es für Undav und Co. schon am Mittwoch mit dem Auftaktduell gegen den norwegischen Vertreter Viking Stavanger.