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München – Die Vorbereitungen für das Oktoberfest 2026 sind in den letzten Zügen. Dazu gehört auch ein Selbstverteidigungstraining. Denn Sanitäter sollen gewappnet sein, wenn Situationen auf dem größten Volksfest der Welt eskalieren.
Julian Tanzer, Sprecher der Ambulanz auf dem Oktoberfest, zu BILD: „Wir haben an einem Sonntag mit 70 Einsatzkräften einen Kurs für Verteidigungstechniken, deeskalierendes Verhalten und Abwehr absolviert.“
Warum das Training nötig ist
Gewalt ist bei Einsätzen auf der Wiesn in München keine Seltenheit. „Denn wo viele Menschen auf engem Raum und in ausgelassener Atmosphäre zusammenkommen, können Situationen schnell eskalieren und auch für unsere Einsatzkräfte gefährlich werden“, heißt es von der Aicher Ambulanz.

Zurückweichen und deeskalieren: Zwei Trainer für Einsatzkräfte simulieren eine Attacke durch Wiesnbesucher
Foto: aicherambulanzunion/Instagram
Was für das Oktoberfest gelernt wird
Die Sanitäter lernen, wie man in brenzligen Situationen beruhigende Fragen stellt, wie man auf seine eigene Stimmlage achtet und Distanz zu gefährlichen Situationen hält. In einem Online-Video des Trainings sieht man auch einen simulierten Angriff mit einem (gepolsterten) Stock, den eine Sanitäterin mit einem Fußtritt abwehrt.
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„Im Training standen neben Verteidigungstechniken auch die rechtlichen Grundlagen der Notwehr im Mittelpunkt. Ein solches, speziell auf den Wiesn-Einsatz zugeschnittenes Konzept gab es bislang noch nicht“, so die Aicher Ambulanz im Internet.
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Im vergangenen Jahr wurden auf dem größten Volksfest der Welt 7158 Patienten versorgt. Die Sanitätsstation zählte 28 Prozent mehr Einsätze als im Vorjahr. Die meisten Patienten hatten zu viel Alkohol getrunken, Schnittverletzungen und Kreislaufprobleme. 784 Straftaten und Ordnungswidrigkeiten wurden laut „Tagesschau“ von der Polizei registriert, darunter 72 Sexualdelikte.
Der Eigenschutz stehe an erster Stelle. Dazu diene das neue Training, heißt es von der Ambulanz.