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Berlin – Schüsse in der Nacht! Blaulicht flackert über die Sonnenallee, rot-weißes Flatterband sperrt die Straße ab. Auf dem Gehweg liegt ein Mann, wenig später deckt eine blaue Plane seinen Leichnam zu. Was sich in der Nacht vor einem Bistro abspielte, endete tödlich.

Gegen 2.45 Uhr in der Nacht zu Montag fielen die Schüsse auf der Sonnenallee in Berlin-Neukölln. Zeugen alarmierten sofort die Polizei. Als die Einsatzkräfte am Tatort eintrafen, fanden sie einen schwer verletzten Mann auf dem Gehweg. Polizei und Notarzt kämpften um sein Leben, doch jede Hilfe kam zu spät.

Schütze nach Schüssen auf der Flucht

Polizeisprecher Florian Nath erklärt: „Trotz sofort eingeleiteter Wiederbelebungsversuche durch unsere Kolleginnen und Kollegen sowie den alarmierten Notarzt verstarb der Angeschossene noch am Tatort.“ Während die Spurensicherung bis in die Morgenstunden arbeitete, fehlt vom Schützen bislang jede Spur. Auch die Tatwaffe wurde noch nicht gefunden. Nach den tödlichen Schüssen gelang dem oder den Tätern die Flucht.

Der Großeinsatz der Polizei dauerte bis in die Morgenstunden

Der Großeinsatz der Polizei dauerte bis in die Morgenstunden

Foto: Axel Billig/Pressefoto Wagner

Die 5. Mordkommission hat die Ermittlungen wegen des Verdachts eines Tötungsdelikts übernommen. Zu den Hintergründen der Tat schweigt die Polizei bislang. Wer hinter den Schüssen steckt, ist derzeit völlig unklar.

In Berlin vergeht kaum ein Tag, an dem nicht scharf geschossen wird. Erst am Wochenende kam es in Berlin zu einer weiteren Schussattacke: In Tempelhof wurde ein Mann (53) mit einer Schussverletzung in seinem Mercedes-Maybach entdeckt. Rettungskräfte brachten den Mann ins Krankenhaus, wo er notoperiert werden musste.

Der Tatort liegt auf der Sonnenallee, Ecke Planetenstraße, vor einem Bistro

Der Tatort liegt auf der Sonnenallee, Ecke Planetenstraße, vor einem Bistro

Foto: Axel Billig/Pressefoto Wagner

Immer öfter fallen Schüsse

Die Zahl der Vorfälle ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Als Reaktion auf diese alarmierende Entwicklung gründete die Berliner Polizei Ende 2025 die Spezialeinheit „Ferrum“ (lateinisch für „Eisen“). Ihr Auftrag: den zunehmend brutal geführten Bandenkrieg in der Organisierten Kriminalität gezielt zu bekämpfen und die Zahl der Schusswaffenvorfälle im öffentlichen Raum zu senken.