Moderator meldet sich zu Wort

RTL-Star Jan Köppen zeigt sich „sehr aufgewühlt“

07.09.2026 – 13:23 UhrLesedauer: 2 Min.

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Jan Köppen: Der Moderator ist seit einigen Jahren im Dschungelcamp an der Seite von Sonja Zietlow zu sehen. (Quelle: IMAGO/Gartner)

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Kurz nach der Wahl in Sachsen-Anhalt nimmt Jan Köppen ein Video von sich auf. Der Moderator wirkt verunsichert – und teilt seine Sorgen über die aktuelle Lage.

In ihm brodle es ganz schön, teilte Jan Köppen am Sonntagabend auf Instagram mit. Er sei „sehr aufgewühlt“. In mehreren Videos filmte er sich und berichtete von seiner Gemütslage nach den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt. „Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen: Eine gesichert rechtsextreme Partei holt im Jahr 2026 fast 45 Prozent, also nicht mehr weit bis zur absoluten Mehrheit.“ Dass es in diese Richtung gehen werde, sei zwar abzusehen gewesen, gibt der RTL-Moderator zu. Dennoch fühle er sich „ohnmächtig“.

Für Köppen sei das alles nicht zu fassen. „Wir leben in einer postfaktischen Zeit“, urteilte er und fügte an: „Fakten spielen wirklich überhaupt keine Rolle mehr.“ Es gehe nur um Emotionen und das habe mit der Corona-Pandemie zu tun. Seitdem kursieren zunehmend Verschwörungsmythen im Internet und mehr und mehr Menschen seien „nicht mehr zugänglich für Fakten“, so Köppen.

Aus Angst „tanzen sie nach der Pfeife der AfD“

Für ihn zeige das Wahlergebnis auch, in welch „absurder Zeit“ wir leben. Jan Köppen räumte dabei ein, selbst kein Politiker sein zu wollen. Dennoch könne er nicht nachvollziehen, warum „dieses parteipolitische Rumgeeier“ dazu führe, dass die demokratischen Parteien zuletzt reihenweise weiter nach rechts wanderten, um der AfD Wählerstimmen abzugraben. Diese Strategie sei laut Köppen eindeutig gescheitert, wie das Beispiel aus Sachsen-Anhalt zeige. „Eigentlich tanzen ganz viele seit Jahren nach der Pfeife der AfD, weil sie Angst haben.“

imago images 0866074035Vergrößern des BildesAlice Weidel, Ulrich Siegmund und Tino Chrupalla auf der Wahlparty in Sachsen-Anhalt: Rechtspopulisten in ganz Europa freuen sich über den Sieg der AfD. (Quelle: IMAGO / Political-Moments)

Die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt war am Sonntag mit einem eindeutigen Sieg der AfD zu Ende gegangen. Nach der vollständigen Auszählung aller Stimmzettel sieht das vorläufige Wahlergebnis die Partei bei 43,8 Prozent, die CDU kommt auf 17,2 Prozent, die SPD sammelte 9,3 Prozent, die Grünen 8,9 Prozent, die Linke 8,6 Prozent und das BSW schafft den Einzug in den Landtag mit 5,3 Prozent.

Damit verpasst die AfD die absolute Mehrheit und blickt einer schwierigen Koalitionsbildung entgegen, da alle Parteien bis auf das Bündnis Sahra Wagenknecht eine Zusammenarbeit mit ihr kategorisch abgelehnt haben. Jan Köppen sieht sich in einer „privilegierten Position“, wie er sagt. „Aber wie muss es Menschen gehen, die anders aussehen, anders lieben, anders glauben und in Sachsen-Anhalt leben?“ Er verstehe jeden, der jetzt Angst hat. Er wünsche sich mehr „Liebe und Zusammenhalt“, so Köppen abschließend an seine knapp 200.000 Instagram-Follower.