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Einen ganzen Spieltagskader hat RB Leipzig im Sommer abgegeben! Nachdem das Transferfenster am Sonntagnacht geschlossen hat, ist mit Suleman Sani (20/Wechsel zu Saudi-Klub Al-Qadsiah FC) nun noch der 18. Spieler von der Gehaltsliste.
Der starke Deal, der vollzogen, aber noch nicht offiziell verkündet ist: Bis zu 8 Mio. Euro im Paket fließen für Sani, der am Ende mit null Profiminuten auf dem Tacho wieder weiterzieht. Fünf Mio. Euro Ablöse hatte RB Leipzig im Winter an Trencin überwiesen. Sani war mit der Hoffnung gekommen, den gleichen Weg wie Yan Diomande (19/Real Madrid) einschlagen zu können.
Zur Wahrheit gehört aber auch: Der Nigerianer war ein, sagen wir mal, betreuungsintensiver, Spieler mit einem schwierigen Charakter. Wie übrigens auch Ayodele Thomas (20/Transfer nach Eindhoven), der zweite Wintereinkauf, dem man immerhin sportlich viel zugetraut hätte.
Leipzig-Boss Marcel Schäfer ist der Kohle-König der Bundesliga! Einnahmen von 175,75 Mio. stehen Ausgaben von 67,50 Mio. gegenüber – und damit ein Plus von 108,25 Mio. Euro (laut Transfermarkt.de). Auf der Abgangsseite kommt der Großteil natürlich über Rekordverkauf Diomande. Auf der Zugangsseite halfen drei Leihen (Brajan Gruda, Christopher Nkunku, Neil El Aynaoui) mit teilweiser Gehaltsübernahme. Angesichts aller Zwänge haben Schäfer und sein Team Kreativität und Hartnäckigkeit bewiesen.

Königstransfer Christopher Nkunku kommt per Leihe mit Kaufoption über 28 Mio. Euro
Foto: picture alliance/osnapix/Michael Titgemeyer
RB Leipzig: So bewertet Boss Schäfer die Transferzeit
Schäfer resümiert: „Die Premier League hat eine enorme finanzielle Power und nutzt diese natürlich. Das ist völlig legitim. Für uns bedeutet das, dass sich die Konkurrenz auf dem Transfermarkt verändert hat. Wir müssen unsere eigenen Wege finden und uns dieser Herausforderung stellen.“
Und weiter: „Wir haben eine schlagkräftige Mannschaft zusammengestellt und eine gute Balance zwischen jungen, hungrigen und entwicklungsfähigen Spielern sowie Erfahrung gefunden. Wir sind überzeugt von der Qualität, die wir jetzt im Kader haben. Wir haben uns in der Breite und in der Spitze verstärkt und sind für die Dreifachbelastung gut aufgestellt.“
Die nächsten Wochen werden es zeigen …