„Werden nicht leise“

Nach AfD-Wahlsieg: Große Demo in Hamburg

07.09.2026 – 19:00 UhrLesedauer: 2 Min.

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Teilnehmer einer PRüF-Demo protestieren gegen die AfD (Archivbild): Am 12. September plant das Bündnis eine große Kundgebung in Hamburg. (Quelle: IMAGO / Hoch Zwei Stock/Angerer)

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Der deutliche Wahlsieg der gesichert rechtsextremen AfD in Sachsen-Anhalt hat auch in Hamburg Folgen. Am Samstag gibt es eine Demo mit prominenter Unterstützung.

In Hamburg werden am kommenden Wochenende viele Menschen zu einer Demonstration gegen Rechtsextremismus erwartet. Die Initiative PRüF Hamburg ruft dazu auf, das Bündnis Zeit zum Handeln zu unterstützen. Anlass ist die Wahl in Sachsen-Anhalt: Dort hat die AfD am Sonntag gut 44 Prozent der Stimmen gewonnen. Der Landesverband wird vom Verfassungsschutz seit 2023 als „gesichert rechtsextrem“ eingestuft.

Dieses Ergebnis mache manche Menschen „traurig“, andere „erschöpft“ oder „wütend“, schreibt die Initiative in einem Beitrag auf Instagram. Die Antwort der Organisatoren lautet: „Wir werden nicht leise. Im Gegenteil.“ Man wolle „richtig laut“ sein und „gegen Rechtextremismus“, aber „für die Demokratie“ auf die Straße gehen.

PRüF Hamburg: Demos jeden zweiten Samstag im Monat

Seit November 2025 demonstriert PRüF Hamburg an jedem zweiten Samstag im Monat in der Hansestadt. PRüF steht für „Prüfung Rettet übrigens Freiheit“. Die Initiative fordert, dass der Bundesrat beim Bundesverfassungsgericht die Überprüfung rechtsextremer Parteien beantragt. Zusätzlich hat PRüF Hamburg eine Petition an den Bundesrat gestartet. Mehr als 29.000 Menschen (Stand: 7. September 2026) haben diese bereits unterzeichnet.

Die Demonstration am 12. September soll um 14 Uhr beginnen. Wo genau die Teilnehmer zusammenkommen, steht bisher nicht fest. PRüF und Zeit zum Handeln kündigen lediglich einen zentralen Treffpunkt in Hamburg an und wollen weitere Informationen über ihre Kanäle veröffentlichen.

Unterstützung gibt es von Musiker Bosse („Schönste Zeit“), der auf der Kundgebung gemeinsam mit einer Pianistin auftreten soll. Auch der Hamburger Kneipenchor und weitere Organisationen, Vereine und Gruppen beteiligen sich.