Jubel der deutschen Basketball-Nationalmannschaft

Stand: 07.09.2026 • 20:02 Uhr

Die deutschen Basketballerinnen dürfen nach einer 83:58-Gala in Berlin gegen Mali (23:18, 26:14, 15:12 und 19:16) weiter von einer WM-Medaille träumen. Offensiv und defensiv glänzte das DBB-Team gegen die Turnier-Überraschung und trifft am Dienstag (20.45 Uhr, Live-Ticker bei sportschau.de) als Gruppenzweiter hinter Spanien jetzt in den Play-ins um das Viertelfinale auf Südkorea.


Christian Hornung

Die ersten Punkte der Partie gingen allerdings an Mali, nachdem Nyara Sabally gleich nach elf Sekunden das erste Foul angehängt bekam. Doch aus dem 0:2 machten die DBB-Frauen mit einem hochkonzentrierten Start und sehr konsequenter Defense binnen knapp zwei Minuten eine 7:2-Führung – die direkt an der Seitenlinie auch Weltmeister-Kapitän Dennis Schröder begeistert mitfeierte. Leonie Fiebich verwandelte dabei gleich ihren ersten Dreier, und auch Sabally traf. Sie war zuvor leicht angeschlagen und es war bis kurz vor Spielbeginn nicht klar gewesen, ob es für die Starting Five reichen würde.

Acht-Punkte-Führung – Mali nimmt die erste Auszeit

Als Alexis Peterson-Smalls dann in der 6. Minute mit einem schönen Aufsetzer Frieda Bühner unter dem Korb freispielte, führte Deutschland mit 15:7, worauf Mali die erste Auszeit nahm. Anschließend kamen die Afrikanerinnen besser ins Spiel und mit einem 5:0-Lauf in Schlagdistanz. Danach kippte das Momentum hin und her, bis zur ersten Sirene spielte sich Deutschland eine 23:18-Führung heraus und hatte Pech, dass weitere Dreierversuche von Fiebich und Bühner wieder aus dem Ring heraussprangen.

Deutschlands Alexis Peterson (l.) kontrolliert den Ball gegen Malis Sika Kone

Allerdings hatte auch Mali Probleme von der Dreierlinie: Zwei von zehn lautete die Ausbeute des Überraschungs-Teams zu Beginn des zweiten Viertels, auch die gegen Spanien herausragenden Sika Koné und Djeneba N’Diaye kamen noch nicht so richtig in ihren Rhythmus.

Eichmeyer gerät früh in Foul-Trouble

Fünf Minuten vor der Halbzeit traf Bühner dann einen wichtigen Dreier und sorgte wieder für eine Acht-Punkte-Führung (37:29). Im Gegenangriff gab es aber auch einen Rückschlag: Emma Eichmeyer kassierte bereits ihr drittes Foul und musste danach erstmal auf der Bank Platz nehmen, um nicht zu früh vom Ausschluss bedroht zu sein.

Doch Deutschland lief jetzt richtig heiß. Bühner traf gleich den nächsten Dreier, Alex Wilke legte ebenfalls nach und schraubte das Ergebnis auf 43:31. Allein zwei Unkonzentriertheiten von Peterson-Smalls, die einen Einwurf zum Gegner spielte und dann noch einen Lay-Up vergab, verhinderten in dieser Phase einen noch klareren Vorsprung. Doch bei Mali ging offensiv und defensiv fast nichts mehr. Ballverluste, Fehlwürfe und der Wechsel in die Zonen-Verteidigung, der Deutschland den Platz für weitere Dreier (Marie Gülich und erneut Bühner) öffnete, ließen den Abstand nach 20 Minuten auf 49:32 hochschnellen.

Luisa Geiselsöder dreht auf

Im dritten Viertel blieb der Vorsprung lange rund um 15 Punkte, ehe Luisa Geiselsöder plötzlich voll aufdrehte. Mit fünf Punkten binnen weniger Sekunden schraubte die Center-Spielerin von Portland Fire 5:30 Minuten vor der Sirene den Spielstand auf 56:37. Die Vorentscheidung schien gefallen, Mali nahm die nächste Auszeit.

Mit 64:44 ging es ins letzte Viertel, was vor allem Bände über die herausragende Defensivleistung sprach – Mali hatte beim Sensationssieg gegen Spanien 82 Punkte erzielt. Auch im Schlussabschnitt blieb das Team von Olaf Lange cool und konzentriert, Fiebich, die überragende Bühner und Spielmacherin Peterson-Smalls verhinderten schon im Ansatz, dass noch mal Spannung aufkommen konnte.