Saison hat begonnen
Warum beim Karpfen in Franken ein Buchstabe entscheidet
07.09.2026 – 16:55 UhrLesedauer: 1 Min.
Gebackener Karpfen auf einem Teller (Archivbild): In Franken reicht die traditionelle Saison von September bis April. (Quelle: Daniel Karmann/dpa/Archivbild/dpa)
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Mit dem September startet rund um Nürnberg die Karpfensaison. Warum ausgerechnet ein Buchstabe darüber entscheidet, wann der Fisch auf den Tisch kommt.
Im Aischgrund nordwestlich von Nürnberg hat die Karpfensaison begonnen. Zum Auftakt am 1. September 2026 kündigte der Verein Karpfenland Aischgrund in Höchstadt ein Fest mit gebackenem Karpfen an. Der Termin folgt einer alten Küchenregel: Karpfen isst man traditionell in Monaten, deren Name ein „r“ enthält.
Das trifft auf September bis April zu. Mai, Juni, Juli und August fallen aus der Reihe. Eine einprägsame Regel, die historisch bedingt ist.
Warum die kühlen Monate zur Karpfenzeit wurden
Bevor Kühlschränke und Gefriertruhen verfügbar waren, ließ sich Fisch in der kalten Jahreszeit besser frisch halten. Deshalb konzentrierte sich der Karpfenverzehr auf die kühleren Monate. So erklärt es der Verein Unsere Bayerischen Bauern.
Der zweite Grund liegt im Wasser: Karpfen mögen Wärme und fressen und wachsen vor allem im Sommerhalbjahr. Das erläutert auch die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft. Die warme Jahreszeit dient damit zunächst dem Wachstum. Im Herbst beginnt die Ernte der Speisefische.
Drei Sommer bis zur Speisefischgröße
Bis ein Karpfen auf dem Teller landet, vergehen gewöhnlich drei Sommer. Am Ende des dritten erreicht er nach Angaben der Landesanstalt eine Speisefischgröße von etwa einem bis eineinhalb Kilogramm. In der Teichwirtschaft werden die Altersklassen getrennt gehalten und jährlich abgefischt. In den Karpfenregionen Nordbayerns kommt der Fisch während der Saison häufig als gebackene Hälfte auf den Tisch.
