
AUDIO: „Lifting“ für Karl-Marx-Relief in Leipzig (1 Min)
Restaurierungsarbeiten
Stand: 07.09.2026 11:55 Uhr

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Das Leipziger Marx-Relief bekommt eine Frischekur. Das Kunstwerk aus Bronze wird derzeit umfassend gereinigt und mit einer schützenden Wachsschicht versehen. Die Oberfläche des Reliefs sei sehr rau, da habe sich der Schmutz über die Jahrzehnte ordentlich festgesetzt, erklärte die Niederlassungsleiterin der Restaurierungsfirma, Jana Leukert. „Es geht darum, schädliche Oxidationsschichten und Schmutzkrusten zu entfernen.“ Die Arbeiten werden laut Leukert etwa sechs bis sieben Wochen dauern.

Mitarbeiter einer Berliner Restaurierungsfirma reinigen derzeit das 14,4 mal 6 mal 3 Meter große und 33 Tonnen schwere Kunstwerk.
Die Wartung kostet rund 50.000 Euro, wie Ingo Fischer, Sachgebietsleiter beim Staatsbetrieb für Immobilien und Baumanagement, sagte. Die Reinigung bezahlt der Freistaat als Besitzer.
Relief nicht unumstritten
Das Bronze-Relief mit dem Titel „Aufbruch“ hing bis vor 20 Jahren an einem Universitätsgebäude in der Leipziger Innenstadt. Der Bau mit dem Marx-Relief ersetzte damals die auf SED-Geheiß gesprengte Universitätsgeschichte St. Pauli. Nach dem Abriss des DDR-Baus wurde das Relief auf dem Sportcampus der Hochschule aufgestellt.

Vor 20 Jahren wurde das Relief auf dem Sportcampus der Hochschule aufgestellt. Das Werk wurde in den 1970er Jahren vom Künstlerkollektiv Klaus Schwabe, Frank Ruddigkeit und Rolf Kuhrt geschaffen.
Für uns ist es universitätsgeschichtlich relevant.
Rudolf Hiller von Gaertringen | Leiter der Kustodie der Universität Leipzig
Natürlich sei das Werk ideologisch belastet, erklärte der Leiter der Kustodie der Uni Leipzig, Rudolf Hiller von Gaertringen. Aber das Kunstwerk sei eben auch Zeitgeschichte. „Für uns ist es universitätsgeschichtlich relevant.“



Frischekur für Wahrzeichen
MDR (phb)/dpa