Berlin – Nicht erschrecken! Am Donnerstagvormittag (10. September) heulen in Berlin die Warnsirenen. Um 11 Uhr startet der bundesweite Warntag mit einem Probealarm, um 11.45 Uhr folgt die Entwarnung.
Neben den Sirenen werden auch über die Katastrophen-Warn-App Nina, im Radio, Fernsehen und über andere Kanäle Warnmeldungen verbreitet. So sollen die Berliner im Ernstfall schnell erreicht werden.
Früher gab es in West-Berlin überall Sirenen, im Ostteil der Stadt ebenso. Mit der Wiedervereinigung verschwanden sie. Die letzte wurde 1993 abgebaut. 2025 kehrte das lautstarke Warnsystem zurück.

Jede einzelne Sirene wiegt rund 800 Kilogramm. In Berlin sollen insgesamt 550 davon aufgestellt werden
Foto: Axel Lier
Behörden üben den Ernstfall
Am Warntag testen Behörden verschiedene Warnsignale, um für den Ernstfall gewappnet zu sein. Sie heulen eine Minute lang auf- und abschwellend. Entwarnung gibt – nach ca. 45 Minuten – ein einminütiger gleichbleibender Ton. Im vergangenen Jahr heulten die Warnsirenen zum ersten Mal seit mehr als 30 Jahren. Über 200 Sirenen kamen dabei zum Einsatz.
Jede Sirene wiegt 800 Kilogramm. Bevor sie aufgebaut wird, prüfen Experten die Statik der Gebäude. Die Anlagen sind autark. Sie hängen nicht am Stromnetz, sondern laufen über Solarmodule mit Pufferbatterien. Mindestens sieben Tage funktionieren sie auch ohne Sonne.
In den kommenden Jahren soll der Aufbau besonders am Stadtrand weitergehen. Die Zahl der Sirenen soll auf bis zu 550 steigen. Eigentlich sollte das Projekt schon vor Jahren abgeschlossen sein, es verzögerte sich aber.
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