(suy) Welche Bedeutung die Toten Hosen für ihre Heimatstadt Düsseldorf haben, wurde Anfang Juli im Rahmen ihrer beiden Heimspiele in der Arena wieder sichtbar. Zwei ausverkaufte Konzerte, ewig lange Schlangen vor dem für sie eingerichteten Pop-up-Fanshop in der Altstadt. Und: Am Rathaus wurden ihre Fahnen gehisst. Der rote Löwe wurde im Stadtwappen auf den Flaggen im Stil des Bandlogos als Skelett dargestellt. Nach den Konzerten wurden die Flaggen von allen Bandmitgliedern unterschrieben. Diese wurden nun für den guten Zweck versteigert.
Die fünf Flaggen im „Toten Hosen“-Stil brachten bei der Versteigerung nun einen Betrag von 40.700 Euro ein. Das Geld wird der Obdachlosenhilfe Fiftyfifty zugutekommen, genauer gesagt dem Projekt Housing First, das Obdachlosen eigenen Wohnraum ermöglicht.
Der Betrag von 40.700 Euro übertreffe alle Erwartungen, sagt Hubert Ostendorf, Geschäftsführer von Fiftyfifty. Dem gemeinnützigen Verein sei eine Wohnung in Hassels angeboten worden. Mit der Summe der versteigerten Flaggen könne der Kaufpreis fast zur Hälfte abgedeckt werden.
Für die Toten Hosen hat Düsseldorf bis heute eine wichtige Bedeutung. Vor 44 Jahren, im Jahr 1982, gründeten sie ihre Band in Düsseldorf. An den Tagen ihrer Konzerte standen die Fans Schlange, um ein besonderes Shirt zu ergattern: Es hatte den Aufdruck „Düsseldorf – Ich komme immer wieder“ und den skelettierten Löwen, wie auf den Fahnen. Das Motiv des roten „Knochenlöwen“, das auf den Flaggen zu sehen ist, wurde von den Toten Hosen, The Rocket Scientists und Visit Düsseldorf gemeinsam ausgearbeitet. Oberbürgermeister Stephan Keller dankte der Band für ihr Engagement, nachdem er selbst über die sozialen Medien viel Aufmerksamkeit auf die Flaggen-Auktion gelenkt hatte.
Es war nicht das erste Mal, dass die Toten Hosen den Verein Fiftyfifty bei einer Aktion unterstützt haben. Im Vorjahr wurde ein handsignierter E-Bass der Band als Hauptgewinn bei einer Aktion versteigert.