Zuerst veröffentlicht am
08/09/2026 – 6:45 MESZ

Prinz Harry und seine Frau Meghan gelten nach ihrer Rückkehr nach Großbritannien weiterhin als „Privatpersonen“. Sie sollen nicht als Mitglieder der arbeitenden Königsfamilie betrachtet werden. Das geht aus einem Schreiben von König Charles III. hervor.


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Der Herzog und die Herzogin von Sussex sind mit ihren beiden Kindern Archie und Lilibet im vergangenen Monat aus Kalifornien nach Großbritannien zurückgekehrt. 2020 hatten sie den „Golden State“ wegen eines tiefen Familienstreits als neuen Lebensmittelpunkt gewählt.

In dem Schreiben, das der Lord Chamberlain im Auftrag des Königs veröffentlichte, heißt es außerdem, dass das Paar die Anrede „Seine/Ihre Königliche Hoheit“ nicht mehr verwenden darf.

„Es ist allgemein bekannt, dass der Herzog und die Herzogin im Januar 2020 ihre repräsentativen Aufgaben im Namen des Monarchen niedergelegt haben und nicht mehr als arbeitende Mitglieder der Königsfamilie tätig sind“, heißt es in dem Schreiben.

„Diese Rolle unterscheidet sich klar von den staatlichen und royalen Aufgaben der arbeitenden Königsfamilie. Sie gibt dem Paar Spielraum für finanzielle Unabhängigkeit und den Schutz seiner Privatsphäre, wie es sich das wünscht. Diese Ausgestaltung wird weiterhin vollständig respektiert“, heißt es weiter.

Das Schreiben wurde verschickt, „um Zweifel oder Verwirrung“ über den Status von Harry und Meghan zu vermeiden.

Es geht auch auf die erwartete Rückkehr des Paares in die Öffentlichkeit ein, wenn sie ihre Wohltätigkeitsprojekte unterstützen.

„Das wohltätige Engagement des Herzogs und der Herzogin ist eine persönliche Angelegenheit und erfolgt in ihrer privaten Eigenschaft. Kurz gesagt: Ihre Rolle entspricht der von Privatpersonen mit geschäftlichen und karitativen Interessen“, heißt es in dem Schreiben.

Harry und seine Familie sollen seit ihrer Rückkehr im August in einem Haus in der exklusiven Gegend Cotswolds im Südwesten Englands wohnen. Für die Kinder ist bereits eine neue Schule gefunden.

Ihr Umzug fällt in eine Phase anhaltender Unsicherheit über ihre Sicherheitsvorkehrungen und darüber, ob der Staat für einen Schutz aufkommt.

Der britische Premierminister Andy Burnham erklärte im vergangenen Monat zu der Sicherheitsfrage, sie sei eine „private Angelegenheit“ für Harry und Meghan. Die Regierung „wünsche ihnen alles Gute“ für ihren Neuanfang.

Das Royal and VIP Executive Committee entscheidet, welche öffentlichen Persönlichkeiten und Mitglieder der Königsfamilie Schutz erhalten.

In ihren sechs Jahren in den USA gaben Harry und Meghan Oprah Winfrey ein offenes Interview, in dem sie ihre Entscheidung für den Schritt über den Atlantik erläuterten. Harry verwies darin auf den Druck der britischen Medien und fehlende Unterstützung als Gründe für den Umzug.