Beim VfB Stuttgart musste Atakan Karazor zur neuen Saison sein Amt als Kapitän abtreten. Dennoch widerstand er dem Lockruf aus Saudi-Arabien.
Wie die Bild berichtet, hatte der türkische Mittelfeldspieler im zurückliegenden Sommer-Transferfenster eine Offerte des saudi-arabischen Klubs Al-Shabab auf dem Tisch liegen, welche er jedoch ablehnte und sich stattdessen zum VfB bekannte.
Demnach hätte Karazor in der Saudi Pro League einen ordentlichen Gehaltssprung machen und rund das Doppelte seines derzeit etwa 2,5 Millionen Euro schweren Jahresgehalts einstreichen können. Dem Bericht zufolge fühle sich Karazor in Stuttgart aber äußerst wohl und habe schnell klargestellt, die Schwaben unter keinen Umständen verlassen zu wollen.
Dabei ist der Status des langjährigen Führungsspielers beim VfB alles andere als unumstritten. Seinen Stammplatz verlor der 29-Jährige bereits in der vergangenen Saison – immer häufiger musste er sich mit einer Rolle als Joker- und Einwechselspieler zufrieden geben.
Darüber hinaus entzog ihm Coach Sebastian Hoeneß vor der laufenden Spielzeit die Kapitänsbinde, die Karazor zuvor zwei Jahre lang getragen hatte. Neuer Spielführer der Stuttgarter ist Deniz Undav, der im Gegensatz zu Karazor in Hoeneß‘ System unumstrittener Stammspieler ist.
„Deniz ist ein Spieler, der sehr häufig auf dem Platz steht und als verlängerter Arm agieren kann. Über sein Standing in der Mannschaft, der Stadt und der Region braucht man nicht sprechen. Er steht für den Erfolg und den Aufschwung des VfB“, erklärte der Coach seine Entscheidung.
Getty ImagesProfitiert Atakan Karazor vom Abgang von Chema Andres?
Immerhin dürfte sich Karazors Lage durch den überraschenden Last-Minute-Abgang von Chema Andres am Deadline Day in Richtung Brighton & Hove Albion ein wenig verbessert haben. Der junge Spanier war letzte Saison einer der Hauptgründe, warum Karazor immer seltener in der Startelf stand.
Im zentralen Mittelfeld der Stuttgarter sind gleichwohl bis aufs Erste Angelo Stiller und Neuzugang Grischa Prömel gesetzt. Karazors Vertrag beim VfB läuft noch bis 2028.