Kanadagänse stellen Düsseldorf vor Herausforderungen. Wegen der hohen Kotbelastung müssen stark frequentierte Parkbereiche zum Beispiel besonders häufig gereinigt werden. Um die Population zu begrenzen, setzt die Stadt seit 2018 auf ein Gänsemanagement. Dieses setzt früh an: In diesem Jahr wurden fast 1000 Eier aus Nestern in den Parkanlagen entnommen. So soll verhindert werden, dass die Tiere eine zweite Brut beginnen und die Population weiter wächst.

Erste Zahlen deuten darauf hin, dass das Vorgehen Wirkung zeigt. Im gesamten Stadtgebiet wurden 2026 insgesamt 1115 Kanadagänse gezählt – 20 weniger als im Vorjahr. In den Parkanlagen stieg die Zahl leicht auf 817 Tiere. Ohne das Gänsemanagement wären nach Einschätzung der Stadt mehr als 2000 Gänse zu erwarten gewesen.

Auch der Anteil der Jungvögel sank von 14 auf 13 Prozent. „Das Gänsemanagement der Landeshauptstadt zeigt erneut Wirkung“, sagt Umweltdezernent Jochen Kral. Die Maßnahmen würden deshalb fortgesetzt.

Aus den Nestern in den Parkanlagen werden bis auf ein oder zwei Eier alle Gelege entnommen. Vor Beginn des Gänsemanagements lag der Jungvogelanteil noch bei rund 20 Prozent, 2013 sogar bei mehr als 30 Prozent.

Am Elbsee wird außerdem jeden Winter die Vogelinsel für Austernfischer, Flussregenpfeifer und Möwen gepflegt und von Bewuchs freigehalten. Die Möwen fressen unter anderem Gänseeier und tragen so dazu bei, den Bestand zu begrenzen.

Hinderlich bei der Begrenzung der Gänsepopulation ist allerdings das Füttern der Vögel. Die Stadt weist daher auf das geltende Fütterungsverbot für wild lebende Tiere wie Kanadagänse hin und kontrolliert dessen Einhaltung. Hinweisschilder in vielen Parkanlagen weisen auf das Fütterungsverbot hin.