Passender hätte das Eröffnungslied kaum sein können: Der erste Song ist „Easy“ von den Commodores – und die Coverband, die ihn spielt, heißt selbst auch „Easy“. Die entspannte und unbeschwerte Ballade trifft außerdem perfekt die gelassene Stimmung, die am vergangenen Sonntagnachmittag beim NEW-Kultursommer herrschte.

Der Außenbereich von Japi’s Bistro am Rathausplatz war bis auf den letzten Platz besetzt und auch alle Bänke, die vor der Bühne aufgereiht wurden, waren voll. Die Sonne schien und die vielen Besucherinnen und Besucher genossen kühle Getränke und die schöne Musik.

Die Veranstaltung war die letzte der Reihe „NEW-Kultursommer“, die die Stadt zusammen mit Sponsoren und Japi’s Bistro organisiert hatte. Peter Jansen, der Inhaber der Gastronomie, ist überzeugt: „Das ist mittlerweile ein Selbstläufer. Wir arbeiten so routiniert mit den Musikern zusammen und es wird sehr gut angenommen.“

Die Band „Easy“ spielt Rock und Pop der letzten 50 Jahre in ihrer persönlichen, akustischen Interpretation. Es ist eine breite Mischung: Von Johnny Nashs „I Can See Clearly Now“ über „Layla“ von Derek and The Dominos bis zu „Blinding Lights“ von The Weeknd ist für jede Generation etwas dabei.

„Während der Coronapandemie haben wir als Zeitvertreib in einer kleineren Runde angefangen, Musik zu machen“, erzählt Perkussionist Christian Holz, „und weil es so viel Spaß gemacht hat, sind wir dabei geblieben.“ Dass das Musikmachen den vier Band-Mitgliedern Spaß macht, sieht man beim Zuschauen direkt.

Christian Holz freut sich über den gelungenen Nachmittag: „Die Stimmung ist super. Ich glaube, es gibt nichts Wichtigeres, als Menschen zusammenzubringen und so die Gemeinschaft ein wenig zu stärken.“

Beim Kuchenverkauf sammelte der Verein Wegberg hilft zudem Spenden für Hilfsgütertransporte in die Ukraine und die Hilver-App, die Nachbarschaftshilfe koordiniert. Franz Ingmanns, der Vorsitzende des Vereins, zieht eine positive Bilanz: „Wir haben viel Spaß mit den vielen Besuchern und wir sind sehr zufrieden mit der Resonanz, die wir bekommen.“

Parallel zum NEW-Kultursommer fand auf dem Rathausplatz noch eine weitere Veranstaltung statt: Der Oldtimer-Treff – ein Projekt, das seine Anfänge als Idee der Familie Norgel hatte. „Angefangen hat die Veranstaltung bei uns am Frühstückstisch, doch inzwischen sind wir zehn Teammitglieder, ohne die sie in der heutigen Größe gar nicht funktionieren könnte“, erzählt Phil Norgel stolz. Rund 470 beeindruckende Fahrzeuge säumen den Platz. „Von Fiat bis Ferrari ist hier alles dabei“, so Norgel.

„Das ist eine richtig gute Kombination mit den Oldtimern und dem Konzert“, findet Michael Fücker. „Viele Leute kommen hierher und sind überrascht, dass es auch Musik gibt – und umgekehrt.“ Sein Fazit des Nachmittags ist durchweg positiv: „Hier herrscht eine angenehme Stimmung, das Wetter ist schön und alle haben gute Laune.“