Die Salzburger Festspiele sind ein Ort der Reichen und Schönen und der maximalen Hochkultur. Wer hier auf der Bühne steht, der hat es geschafft. Luis Marlon Franz nennt es „das Hollywood Österreichs“. Er sei nur ein „unbekannter Schauspieler“, der eben eine kleine Rolle hier spielen darf. Wenn er das so sagt, dann klingt das erst einmal pragmatisch. Dabei ist der 30-Jährige einer, der das Schauspieler-Dasein mit seiner ganzen Person lebt. Das merkt man im Gespräch schnell. Wenn er über seine Zeit an der Otto-Falckenberg-Schule München spricht, den Unterricht, die Gemeinschaft, aber auch die Zeit nach dem Abschluss an der Schauspielschule.