9/11-Anschläge 2001
Krieg gegen den Terror: Eine Bilanz nach 25 Jahren
Aktualisiert am 08.09.2026 – 20:20 UhrLesedauer: 4 Min.
Die von Jersey City aus aufgenommene Freiheitsstatue: Sie steht vor der in Rauch und Staub gehüllten Insel Manhattan in der Morgendämmerung. (Quelle: Dan Loh/AP/dpa/dpa-bilder)
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Nach den Anschlägen vom 11. September rufen die USA den Krieg gegen den Terrorismus aus. Es folgen Niederlagen und Fehleinschätzungen. Die Folgen zeichnen sich auch im Iran-Krieg ab.
19 islamistische Terroristen verwandeln vier Flugzeuge in fliegende Bomben, die an nur einem Tag etwa 3.000 Menschen in den Tod reißen: Die Terroranschläge vom 11. September 2001 haben die USA schwer erschüttert. Und die Außenpolitik des mächtigsten Landes der Erde für Jahrzehnte verändert – mit dramatischen Folgen für Millionen Menschen auf der Welt. In den darauffolgenden Kriegen gegen den Terror kamen nach Berechnungen der Brown-Universität etwa 940.000 Menschen ums Leben. Ein Ende des Terrors hat das nicht gebracht.
„Für viele ist das auch biografisch ein einschneidendes Erlebnis. Das gilt natürlich vor allem in den Ländern, in denen nach dem 11. September größere Kriege ausgebrochen sind“, sagt Nahostexperte Guido Steinberg der Deutschen Presse-Agentur. „Das gilt für die Afghanen, das gilt für die Iraker, das gilt aber auch für Menschen in all denjenigen Ländern, in denen Al Kaida und der IS anschließend aufgetreten und erstarkt sind.“
- Wenn Helfer Jahre später erkranken: Die Folgen von 9/11
Infolge des 11. Septembers riefen die USA den Krieg gegen den Terrorismus aus und bewirkten damit den ersten und bislang einzigen Bündnisfall in der Geschichte der Nato nach Artikel 5. Staaten weiteten Überwachung und Sicherheitsvorkehrungen massiv und dauerhaft aus und antimuslimischer Rassismus in westlichen Gesellschaften nahm nachweisbar zu.
11. September – einschneidendes Ereignis für den Nahen Osten
Die Terroristen hatten damals vier Flugzeuge gekapert. Nachdem sie American-Airlines-Flug 11 in den Nordturm des World Trade Centers steuerten, flog kurze Zeit später ein weiteres Flugzeug in den Südturm. American-Airlines-Flug 77 lenkten die Angreifer in das Verteidigungsministerium nahe Washington. Eine vierte Maschine stürzte in Pennsylvania ab, nachdem die Passagiere Widerstand gegen die Entführer geleistet hatten. Welches Ziel die Entführer mit der vierten Maschine hatten, ist bis heute unklar.
Nachdem die Taliban sich weigerten, al-Qaida-Chef Osama bin Laden, den Drahtzieher der Anschläge, auszuliefern, begann am 7. Oktober 2001 unter Präsident George W. Bush der US-geführte Angriff auf Afghanistan, mit Unterstützung Deutschlands und anderer Nato-Staaten. Dem Einmarsch in Afghanistan folgte 2003 der Krieg im Irak. Die USA begründeten den Irak-Krieg mit einer Bedrohung durch Massenvernichtungswaffen und warfen dem damaligen Machthaber Saddam Hussein auch Verbindungen zu al-Qaida vor. Beides stellte sich später als falsch heraus. In vielen weiteren Ländern unternahmen die USA Anti-Terror-Operationen.

