Die Verbindung zwischen der Landeshauptstadt und der Lufthansa reicht viele Jahrzehnte zurück. Die hessische Landeshauptstadt trägt inzwischen zum sechsten Mal den Namen auf einem Flugzeug des Konzerns. Den Anfang machte eine Boeing 727: Am 15. Juli 1964 wurde die Maschine am Flughafen Wiesbaden-Erbenheim auf den Namen der Kurstadt getauft. Oberbürgermeister Georg Buch (SPD) nahm die Namensgebung damals vor.
Auch die unmittelbare Vorgängerin der aktuellen „Wiesbaden“ war eine Boeing 787-9. Die Maschine mit dem Kennzeichen D-ABPB war seit Mai 2023 als fliegende Botschafterin der Stadt im Einsatz. Inzwischen wird das Flugzeug bei Austrian Airlines eingesetzt. Zu den weiteren drei Patenflugzeugen mit Wiesbadener Namen liegen ebenfalls Informationen vor.
Start der Patenschaften
Die Geschichte der Lufthansa-Flugzeugpatenschaften begann bereits im Jahr 1960. Als erstes Flugzeug wurde eine Boeing 707 mit dem Kennzeichen D-ABOC auf einen Städtenamen getauft. Die Namensgebung fand am 16. September 1960 statt, als die Maschine den Namen „Berlin“ erhielt.
Mit den Patenschaften sollte die Verbundenheit der Lufthansa mit Deutschland auch außerhalb der großen Drehkreuze und Unternehmensstandorte sichtbar werden. Gleichzeitig sollte die Verbindung zu jenen Regionen gestärkt werden, aus denen zahlreiche Passagiere und Beschäftigte des Unternehmens stammen.
Namen aus Deutschland
Im Laufe der Jahre wurde der Kreis der Patenstädte kontinuierlich größer. Heute tragen Flugzeuge der Lufthansa unter anderem die Namen nahezu aller deutschen Großstädte sowie der Bundesländer und Landeshauptstädte. Die Maschinen fungieren damit als fliegende Botschafter ihrer jeweiligen Heimat und transportieren deren Namen rund um den Globus.
Aktuell bestehen mehr als 300 solcher Patenschaften. Die Namen sind damit ein fester Bestandteil der Lufthansa-Flotte und verbinden die Flugzeuge sichtbar mit den jeweiligen Städten und Regionen.
Auswahl der Städte
Welche Stadt den Namen eines Lufthansa-Flugzeugs tragen darf, hängt von mehreren Kriterien ab. Bei der Vergabe berücksichtigt die Lufthansa insbesondere die historische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Bedeutung eines Ortes. Ebenfalls eine Rolle spielen Städte, die eine besondere Verbindung zur Luftfahrt oder zur Lufthansa haben.
Grundsätzlich wird zudem darauf geachtet, dass die Einwohnerzahl einer Stadt zur Größe des jeweiligen Flugzeugtyps passt. Städte können sich darüber hinaus eigenständig um eine Patenschaft bewerben. Dafür besteht die Möglichkeit, die jeweilige Kommune auf eine Warteliste setzen zu lassen.
Namen bleiben erhalten
Eine Flugzeugpatenschaft endet nicht automatisch mit dem Ausscheiden einer Maschine aus der Lufthansa-Flotte. Wird ein getauftes Flugzeug ersetzt, kann der Name auf ein neues Flugzeug übertragen werden. Auf diese Weise bleibt die Verbindung zwischen Lufthansa und der jeweiligen Patenstadt, wie jetzt wieder Wiesbaden, bestehen.
Der Name der Stadt ist am Flugzeug deutlich sichtbar angebracht. Er befindet sich außen auf der rechten Seite neben der vorderen Eingangstür und macht die jeweilige Patenschaft damit bereits von außen erkennbar.
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