Projektgesellschaft pleite
250-Millionen-Projekt im Frankfurter Westend steht still
09.09.2026 – 04:17 UhrLesedauer: 1 Min.
Die alte Oberpostdirektion in Frankfurt: Da die Lea GmbH des Hamburger Immobilieninvestors Garbe in die Insolvenz gerutscht ist, steht hier das Bauvorhaben auf der Kippe. (Quelle: via www.imago-images.de/imago)
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Das Büroprojekt „Westend Gardens“ im Frankfurter Westend steht still. Die zuständige Projektgesellschaft hat Insolvenz beantragt.
Das Büroprojekt „Westend Gardens“ im Gebäude der ehemaligen Oberpostdirektion an der Ludwig-Erhard-Anlage im Frankfurter Westend steht still: Die zuständige Projektgesellschaft Lea GmbH hat einen Insolvenzantrag gestellt. Hinter dem Vorhaben steht der Hamburger Immobilienentwickler Garbe.
Das Gebäude ist auch als „Senckenberg-Carré“ bekannt. Geplant waren laut „Thomas Daily“ rund 20.000 Quadratmeter Bürofläche im Bestand. Die Gesamtinvestition war nach Unternehmensangaben mit 250 Millionen Euro veranschlagt. Die „Mopo“ berichtete unter Verweis auf die Projekt-Website, das Vorhaben sei als „erstes grünkernsaniertes Bürogebäude Frankfurts“ vermarktet worden.
Garbe: Wirtschaftliche Rahmenbedingungen erheblich verändert
Der Insolvenzantrag betrifft ausschließlich die Lea GmbH. Weitere Gesellschaften der Hamburger Garbe-Gruppe seien nicht betroffen, teilt das Unternehmen mit.
Laut Garbe hätten sich seit dem Erwerb des Objekts die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen erheblich verändert. Ein Sprecher des Unternehmens erklärte der „Mopo“: „Insbesondere die gestiegenen Finanzierungs- und Baukosten führten dazu, dass die ursprünglich vorgesehene Konzeption wirtschaftlich nicht mehr tragfähig umgesetzt werden konnte.“ Erste Entkernungsmaßnahmen seien bereits umgesetzt worden.
Garbe hatte Büroprojekt „Westend Gardens“ in 2022 begonnen
Um eine Fortführung zu ermöglichen, sei unter Beteiligung der finanzierenden Banken ein Restrukturierungskonzept erarbeitet worden. Dieses habe laut Garbe zwar breite Zustimmung im Bankenkonsortium gefunden – die Zustimmung aller Finanzierungspartner sei jedoch nicht erreicht worden. „Daher ließ sich der Insolvenzantrag nicht mehr vermeiden“, so der Sprecher.
Garbe hatte das Objekt 2022 über die Lea GmbH von der Adler Group erworben. Im Austausch mit dem Insolvenzverwalter werden laut Garbe derzeit verschiedene alternative Entwicklungs- und Nutzungsperspektiven für die Immobilie geprüft. Ein konkretes Konzept liegt bislang nicht vor.
