Berlin – Seit der AfD-Abgeordnete Robert Eschricht am 29. August in der Gropiusstadt in Neukölln sein erstes Bürgerbüro eröffnet hat, gibt es Widerstand aus Nachbarschaft und Politik. Im Fokus steht dabei auch die Vermieterin der Räume, wie der „Tagesspiegel“ berichtet.

Kundgebung vor dem Wohnungsunternehmen

Das Bündnis Neukölln rief gemeinsam mit weiteren zivilgesellschaftlichen Gruppen zu einer Kundgebung vor der Tür von Gropiuswohnen auf – dem Unternehmen, das die Räume in der Hugo-Heimann-Straße an die AfD vermietet hat. In einer Mitteilung des Bündnisses hieß es: „So einen Mist will niemand in der Nachbarschaft!“

Gemeinsame Kritik von SPD, Grünen und Linken

Die Direktkandidaten für den Wahlkreis Gropiusstadt – Marcel Hopp (SPD), Philmon Ghirmai (Grüne) und Yurtsever Özdemir (Linke) – äußerten sich in einer gemeinsamen Erklärung kritisch zu der Vermietung. Sie fordern Gropiuswohnen laut Tagesspiegel-Bericht auf, rechtliche Möglichkeiten zu prüfen, um den Mietvertrag rückgängig zu machen. Eine Stellungnahme des Unternehmens zu der Anfrage der Zeitung liegt bislang nicht vor.

Eschricht weist Kritik zurück

Der AfD-Abgeordnete bezeichnete die Kritik der drei Parteien gegenüber dem Tagesspiegel als leere Warnungen. Sein Büro sei keine Provokation, sondern eine Einladung zum Gespräch – Zusammenhalt entstehe durch Zuhören, nicht durch Ausgrenzung, so Eschricht.

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