Die Stadt Worms setzt ihre Kooperation mit der Arbeit und Leben gGmbH im Rahmen des Projekts „DOOR – Dolmetschen im sozialen Raum“ fort. Hierfür werden weitere ehrenamtliche Dolmetscher und Dolmetscherinnen gesucht.

Verständigung ist eine wichtige Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe. Damit Menschen mit geringen Deutschkenntnissen bei wichtigen Terminen nicht an sprachlichen Barrieren scheitern und die Fachpersonen ihre Arbeit gut machen können, setzt die Stadt Worms ihre Kooperation mit Dolmetscherpool DOOR fort.

Der Dolmetscherpool steht allen Menschen in Worms zur Verfügung und vermittelt qualifizierte ehrenamtliche Sprachmittlerinnen und -mittler, etwa für Arztbesuche, Gespräche in Kindertagesstätten und Schulen oder Behördentermine. Die Unterstützung ist vor Ort, telefonisch oder per Videodolmetschen möglich. 

Die Einsätze werden aus dem Budget der Beauftragten für Migration und Integration der Stadt Worms finanziert. Somit fallen für die Nutzerinnen und Nutzer des Angebots keine Kosten an.

Gute Verständigung darf nicht daran scheitern, welche Sprache eine Person spricht. Mit DOOR haben wir ein niedrigschwelliges Angebot, das Menschen in ganz konkreten Alltagssituationen unterstützt und damit Integration und gleichberechtigte Teilhabe stärkt“, betont Bürgermeisterin Stephanie Lohr. „Ich freue mich deshalb, dass wir die bewährte Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben fortsetzen und dieses wichtige Angebot für die Wormser Bevölkerung sichern können.“

Die Vermittlung erfolgt über die Vermittlungssoftware Haus der Sprachvermittlung. Nach einmaliger Registrierung können dort Dolmetscheinsätze bei DOOR angefragt werden. Eine frühzeitige Anfrage erhöht die Chance, eine passende Person für den gewünschten Termin zu finden.

Gemeinsam mit Arbeit und Leben möchte die Stadt weitere Menschen für das ehrenamtliche Engagement gewinnen. Gesucht werden Personen, die neben Deutsch mindestens eine weitere Sprache beherrschen und andere Menschen bei wichtigen Gesprächen und Terminen unterstützen möchten. Besondere Vorkenntnisse im Dolmetschen sind nicht erforderlich

Vor ihrem ersten Einsatz absolvieren die Ehrenamtlichen ein Schulungsprogramm, das unter anderem Aufgaben, Regeln und Rahmenbedingungen des Dolmetschens im sozialen Raum, kulturelle Sensibilität und Psychohygiene umfasst.

„Viele Menschen bringen durch ihre eigene Mehrsprachigkeit eine wertvolle Fähigkeit mit, die sie für andere einsetzen können. Bei DOOR wird niemand mit dieser Aufgabe alleine gelassen: Die Ehrenamtlichen werden vorbereitet und geschult und erhalten für ihren Einsatz eine Ehrenamtspauschale“, erklärt Dr. Lisa Baum, Projektkoordination „DOOR – Dolmetschen im sozialen Raum“. „Wir freuen uns über alle, die ihre Sprachkenntnisse einbringen und damit dazu beitragen möchten, dass Kommunikation gelingt und Menschen sich auch in schwierigen Situationen verstanden fühlen.“