Wadephul sagte in dem Podcast weiter, dass Lawrow seine Äußerung ausgerechnet am Wahltag in Sachsen-Anhalt getätigt habe, sei möglicherweise in der Absicht geschehen, für weitere Verunsicherung zu sorgen. „Wir müssen damit umgehen, dass diese russische Regierung in allen Möglichkeiten, die sie hat, versucht, auf unsere Gesellschaft einzuwirken.“ Deutschland ließe sich aber nicht einschüchtern. Lawrows Äußerungen sind nach Ansicht des Ministers auch „Ausdruck einer gewissen russischen Verzweiflung“. Der Ukraine-Krieg „sollte in wenigen Tagen erledigt sein – und jetzt ist man im fünften Jahr“, sagte Wadephul.
Putin zu Trump: „Keine aggressiven Pläne“ gegen Europa
Nach der Reise von US-Vermittlern nach Kiew und Moskau zu Gesprächen über ein Ende des Ukraine-Krieges haben US-Präsident Donald Trump und der russische Präsident Wladimir Putin telefoniert. Der russische Staatschef habe Trump zugesichert, keine „aggressiven Pläne“ in Bezug auf Europa zu haben, sagte Putins außenpolitischer Berater Juri Uschakow Journalisten.
Der Kremlchef habe Trump zudem eine „objektive und ausführliche Analyse der Vorgänge auf dem Schlachtfeld“ gegeben. Putin habe dabei ausgeführt, was die USA „real für ein baldiges Ende der Kampfhandlungen tun können“.
Moskau sei vom US-Präsidenten eine komplette Wiederherstellung der Beziehungen zwischen Russland und den USA für den Fall eines Endes des Ukraine-Konflikts in Aussicht gestellt worden. Besprochen worden seien auch weitere Austausche von Gefangenen. Das Gespräch dauerte laut Uschakow etwa eine Stunde.
Kiew: Verletzte nach russischem Drohnenangriff auf TV-Sender
Bei einem russischen Drohnenangriff ist das Gebäude des Fernsehsenders „My – Ukrajina“ („Wir sind die Ukraine“) in Kiew beschädigt worden. „Einfach am helllichten Tag, als die Journalisten auf Sendung waren“, schrieb Präsident Wolodymyr Selenskyj in sozialen Netzwerken. Fünf Menschen seien verletzt worden. Selenskyj warf Russland vor, den Fernsehsender gezielt angegriffen zu haben. „Darauf muss es eine Reaktion von Europa und der Welt geben“, verlangte der Staatschef. Der TV-Kanal produziert gemeinsam mit mehreren anderen Sendern ein Nachrichtenprogramm.
Der Generalproduzent des Senders, Jurij Suhak, sprach ebenfalls von einem direkten Angriff. „Dieses Mal war es gezielt in den Nachrichtenraum“, sagte er. Bereits Mitte August seien bei einem Angriff Fenster des Gebäudes durch die Druckwelle einer Explosion beschädigt worden.
Pistorius sagt Ukraine umfangreiche Waffenlieferungen zu
Verteidigungsminister Boris Pistorius hat der Ukraine weitere umfangreiche Waffenlieferungen zur Verteidigung gegen russische Angriffe zugesagt. Einschüchterungsversuche Russlands und hybride Angriffe würden weder bei der Ukraine noch bei Deutschland oder anderen Partnern funktionieren, sagte Pistorius bei einer Videokonferenz der Ukraine-Kontaktgruppe (UDCG).
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