Brandenburg ist nach Angaben des Innenministeriums zum wiederholten Male dabei. Diesmal sogar Sirenen, die nicht nur heulen, sondern auch sprechen können. Dafür seien im Landkreis Oberspreewald-Lausitz die 157 Sirenen eigens umgerüstet worden, hieß es aus dem Baudezernat. „Achtung! Das ist eine Warnmeldung. Informieren Sie sich in den Medien, wie zum Beispiel im Radio oder in den Warnapps“, so sollen sie am Donnerstag erklingen.
In Berlin ist man von sprechenden Sirenen noch weit entfernt. Dort heulten im vergangenen Jahr die Warnsirenen überhaupt zum ersten Mal seit mehr als 30 Jahren. Über 200 Sirenen kamen dabei zum Einsatz. In den nächsten Jahren soll der Aufbau besonders am Stadtrand weiter gehen und die Zahl der Sirenen am Ende auf bis zu 550 im Jahr 2027 steigen.
Am kommenden Donnerstag sollen 363 von 423 in der Hauptstadt installierten Sirenen ausgelöst werden. „Die restlichen bereits installierten werden sukzessive in das Sirenennetz integriert“, hieß es auf rbb-Nachfrage von Heiner Spannuth, dem stellvertretenden Pressesprecher der Senatsverwaltung für Inneres. Eigentlich sollte das Projekt schon vor Jahren abgeschlossen sein, es verzögerte sich aber. Das lag, so Spannuth, vor allem daran, dass die bereits errichteten Sirenenanlagen in ein neues System integriert und für ein Upgrade „einzeln angefahren und umgerüstet werden mussten.“ Und eben diese Arbeiten hätten sich aufgrund der eisigen Wetterlage in den ersten Monaten des Jahres verzögert.