TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen

Berlin – Paukenschlag mitten im Wahlkampf: Gegen den SPD-Spitzenkandidaten Steffen Krach läuft ein Ermittlungsverfahren. Das bestätigte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Hannover der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung. Nach Angaben der Zeitung haben Ermittler sowohl in Berlin als auch in Hannover Durchsuchungen durchgeführt. Worum es in dem Verfahren konkret geht, wollte die Staatsanwaltschaft nicht mitteilen.

Besonders heikel für die SPD: Steffen Krach ist Spitzenkandidat für die Abgeordnetenhauswahl am 20. September in Berlin. Davor war er Regionspräsident der Region Hannover – und saß in dieser Funktion auch im Aufsichtsrat der kommunalen Krankenhauskette, der zehn Kliniken angehören. Wie der Tagesspiegel berichtet, soll Krach im Verdacht stehen, in dieser Zeit Spenden von einem Gesundheitsanbieter für die Beeinflussung eines Vergabeverfahrens erhalten zu haben. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Durchsucht wurde laut Tagesspiegel nicht nur die Schöneberger Wohnung von Krach, sondern auch die Landesparteizentrale in Berlin-Wedding und die Fraktionsgeschäftsstelle in Hannover. Wie BILD erfuhr, wurde zumindest in der Berliner Landesparteizentrale nichts mitgenommen.

Berliner SPD: „haltlose Unterstellungen“

Ein Berliner SPD-Sprecher erklärte laut Tagesspiegel: „Als SPD Berlin und im Namen unseres Landesvorsitzenden und Spitzenkandidaten Steffen Krach weisen wir die Unterstellungen in aller Entschiedenheit zurück“. Man kooperiere aber vollumfänglich mit den Behörden, „um diese haltlosen Unterstellungen auszuräumen“.

Der Spitzenkandidat der Berliner CDU für die Abgeordnetenhauswahl, Stefan Evers (46), sagte zu BILD: „Die Fragen zu dieser Entwicklung muss Steffen Krach beantworten. Ich habe volles Vertrauen in unsere Sicherheitsbehörden.“

Gleich mehr bei BILD.