Haribo teilte heute mit, dass auch in diesem Jahr keine Kastanien und Eicheln gegen Haribo getauscht werden können. Der Grund sei, dass es weiterhin hohe Fallzahlen der Afrikanischen Schweinepest gibt. Das Problem: Hier in der Region ist die Krankheit unter den Tieren verbreitet. Durch Speichel, der an den Eicheln und Kastanien klebt, kann die Krankheit übertragen werden. Normalerweise gibt Haribo die gesammelten Kastanien an Wildgehege und Tierparks ab.
Jahrzehntealte Tradition
Bereits im letzten Jahr musste Haribo die Sammelaktion wegen der Schweinepest absagen. Das Kastaniensammeln hat eine jahrzehntelange Tradition. Seit rund 80 Jahren können Teilnehmer und Teilnehmerinnen Eicheln und Kastanien gegen Süßigkeiten tauschen. Tausende, vor allem auch viele Kinder, haben jedes Jahr mitgemacht.
Neue Aktion: Pflanzen statt Sammeln
Haribo will sich allerdings auch künftig in der Region engagieren. Als Ausgleich für den Ausfall hat sich Haribo eine Alternativaktion überlegt. In Bad Neuenahr-Ahrweiler im Ahrtal soll ein Haribo-Wald entstehen. Starten soll das Ganze mit einer gemeinsamen Pflanzwoche im November dieses Jahres bei der auch lokale Schulen beteiligt sind.
„Wir bedauern es sehr, dass die Kastanienaktion auch in 2026 nicht stattfinden kann. Die Kastanienaktion hat Generationen von Familien begleitet und war für viele ein fester Bestandteil des Herbstes. Gleichzeitig möchten wir den Kindern zeigen, dass ihr Engagement für die Natur weiterhin wichtig ist.“
Pressestelle Haribo
Mit dem Haribo-Wald will der Konzern an die Werte der Kastanienaktion anküpfen und Natur erlebbar machen. Geplant ist, dass die Schulen in der Region Teil des Projekts sind. Für den Einsatz bekommen die Schulen von Haribo eine finanzielle Unterstützung für das eigene Schulgelände. Die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler hat für den Wald eine über zwei Hektar große Fläche bereitgestellt.