Viele Angaben über den Kriegsverlauf wie Opferzahlen oder Details zu Kämpfen stammen von ukrainischen oder russischen Behörden und lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg.

Wichtige Updates

Ukraine: Mindestens zwei Tote bei russischem Angriff auf Cherson

Tote und Verletzte bei russischen Angriffen 

Wadephul wünscht sich mehr Rüstungs-Bestellungen der Ukraine in Deutschland

Pistorius sagt Ukraine umfangreiche Waffenlieferungen zu

Kiew meldet neue russische Angriffe

Leon WenzUkraine: Zwei Tote bei russischem Drohnenangriff an Grenzübergang nach Moldau Bei einem russischen Drohnenangriff an einem Grenzübergang zur Republik Moldau im Süden der Ukraine sind nach Angaben der örtlichen Behörden zwei Menschen getötet worden. Bei der Attacke am Übergang Starokosatsche in der Region Odessa seien zudem drei weitere Menschen verletzt worden, teilte Gouverneur Oleh Kiper am Mittwoch auf Telegram mit. Es sei ein Brand ausgebrochen und der Grenzübergang vorübergehend geschlossen worden. Bei einem russischen Luftangriff auf die südukrainische Hafenstadt Mykolajiw wurde den Behörden zufolge ein Mensch getötet sowie Hafen-, Transport- und zivile Infrastruktur beschädigt.

Nach den Angriffen warnt die moldauische Präsidentin Maia Sandu, dass sich die russische Front nach Westen bewege. Auf der Plattform X schrieb sie, dass ihr Land bereits am Vortag seinen Luftraum wegen einer russischen Drohne vorübergehend habe schließen müssen. Moldau verurteile diese Attacken und den Krieg. Sandu forderte mehr Unterstützung für die Flugabwehr der Ukraine.

Russland griff den Angaben zufolge in der Nacht erneut die Hauptstadt Kiew mit Drohnen an. Laut Rettungskräften kam es zu Bränden, es sei aber niemand verletzt worden. Bürgermeister Vitali Klitschko sprach von einem Drohneneinschlag in ein 16-stöckiges Gebäude. Russland hatte seine fast ständigen Luftangriffe auf die ukrainische Hauptstadt am Dienstag nach einer dreitägigen Unterbrechung während des Besuchs von US-Gesandten in Moskau und Kiew am Wochenende wieder aufgenommen. Behördenangaben zufolge wurden dabei am Dienstag in Kiew fünf Menschen getötet. 

Juri AuelBerichte über ukrainischen Angriff in Westsibirien Die ukrainischen Streitkräfte haben Medienberichten zufolge ein weit entferntes Ziel in Russland mit Drohnen angegriffen und möglicherweise beschädigt. Nach Darstellung ukrainischer Medien wurde in Nowy Urengoj im Autonomen Kreis der Jamal-Nenzen im Norden Westsibiriens eine Gas-Kondensationsanlage angegriffen. Über das Ausmaß der Schäden lagen keine offiziell bestätigten Angaben vor. Die ukrainische Nachrichtenagentur Unian veröffentlichte dazu lediglich nicht überprüfbare Fotos aus russischen sozialen Medien.

Der Gouverneur des Kreises, Dmitri Artjuchow, bestätigte den Angriff der Kampfdrohnen und sprach von einem Brand, der durch herabstürzende Trümmer verursacht worden sei. Nach seiner Darstellung wurden die anfliegenden Drohnen abgeschossen. „Die Situation ist unter Kontrolle“, schrieb er.

Nowy Urengoj ist über 3000 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt. Das angegriffene Unternehmen gilt als eine der wichtigsten Einrichtungen der Gas-Infrastruktur der Region. Die Ukraine greift seit einiger Zeit Industrie- und Rüstungsbetriebe sowie Raffinerien auf russischem Staatsgebiet an, um das russische Militär zu schwächen. Zuletzt wurden in der Ukraine weitreichende Kampfdrohnen entwickelt, die Ziele in mehreren tausend Kilometern Entfernung angreifen können. 

Leon WenzUkraine: Mindestens zwei Tote bei russischem Angriff auf ChersonBei russischen Drohnenangriffen sind im südukrainischen Cherson mindestens zwei Menschen getötet worden. Nach Angaben der regionalen Militärverwaltung wurden zudem drei Menschen verletzt. Die Großstadt Cherson liegt am Unterlauf des Flusses Dnipro, der in der Südukraine russische und ukrainische Truppen voneinander trennt.

Sechs Verletzte gab es nach Behördenangaben bei einem russischen Drohnenangriff im ostukrainischen Gebiet Charkiw. Nach Angaben der Militärverwaltung von Isjum bei Telegram wurde bei der Bahnstation Iskra ein Zug auf der Strecke zwischen Charkiw und Isjum von einer Drohne attackiert. Der Drohneneinschlag im hinteren Teil des Zuges habe einen Brand ausgelöst. Erst am Vortag hatte Russland zwei Passagierzüge in anderen Teilen der Ukraine attackiert.

Leon WenzBW-Innenminister muss wegen Luftalarm in Kiew in Bunker 

Baden-Württembergs Innenminister Manuel Hagel (CDU) ist mit einer Delegation nach Kiew gereist – und hat die Auswirkungen des Krieges in der ukrainischen Hauptstadt am eigenen Leib zu spüren bekommen. Man habe in der Nacht in einen Bunker gehen müssen, weil es Luftangriffe auf Kiew gegeben habe, sagte ein Sprecher des Innenministeriums. Als sich Hagel mit seiner Delegation in Kiew bewegt habe, sei zudem eine Drohne am Himmel über der Gruppe abgeschossen worden. Schon auf der Hinreise nach Kiew war die Delegation dem Sprecher zufolge kurz vor dem Hauptbahnhof in Kiew aus dem Zug in Sicherheit gebracht worden, weil in der Stadt Luftalarm ausgelöst worden sei. Zuvor hatten die Schwäbische Zeitung und die Bild berichtet, die Hagel bei der Reise offenbar begleiten. Weitere Details zur Reise Hagels wollte der Sprecher mit Verweis auf Sicherheitsgründe nicht nennen.

Leon WenzRussland: vier Tote bei ukrainischen Drohnenangriffen auf NoworossijskBei ukrainischen Drohnenangriffen sind in der südrussischen Hafenstadt Noworossijsk nach Angaben der örtlichen Behörden mindestens vier Menschen getötet worden, darunter auch ein Kind. Weitere 29 Menschen seien verletzt worden, teilte der Gouverneur der Region Krasnodar, Weniamin Kondratjew, bei Telegram mit. Drei der Verletzten sind demnach in einem ernsten Zustand. Es habe Schäden an acht Wohnhäusern und einem Kindergarten gegeben. 

Anflüge ukrainischer Drohnen sind Angaben örtlicher Behörden nach auch auf die Badeorte Gelendschik und Anapa südlich und nördlich von Noworossijsk registriert worden.

Der Kommandeur der ukrainischen Drohnen-Streitkräfte, Robert Browdi, teilte mit, das Militär habe in der Nacht Kriegsschiffe im russischen Marinestützpunkt in Noworossijsk getroffen. Darunter seien auch Schiffe gewesen, die Raketen an Bord gehabt hätten. Zur Zahl der getroffenen Schiffe machte er keine Angaben. 

Noworossijsk ist ein Sitz der russischen Schwarzmeerflotte und ein wichtiger Umschlagplatz für russische Öl- und Getreideexporte. 

Juri AuelTote und Verletzte bei russischen Angriffen Bei einer Serie von russischen Angriffen sind in der Ukraine zahlreiche Menschen zu Schaden gekommen. In der Hauptstadt Kiew wurden in Folge zahlreicher Angriffe, die bereits in der Nacht begonnen hatten, mindestens fünf Menschen getötet. Die Zahl der Verletzten wurde von den Behörden mit mindestens 35 angegeben. Bei den Angriffen seien mehrere Wohnhäuser getroffen und beschädigt worden.

Daneben wurden in der Region Sumy im Osten des Landes zehn Menschen in einem Lokalzug bei einem Angriff von Kampfdrohnen verletzt. Bei der Attacke seien die Lokomotive sowie ein Passagierwaggon getroffen und in Brand gesetzt worden, teilte die Behörden auf Telegram mit. Schon am Vormittag war auf der Strecke zwischen Dnipro und Saporischschja eine Mitarbeiterin der ukrainischen Eisenbahn bei einem Drohnenangriff getötet worden.

Der Stromversorger DTEK berichtete vom Komplettausfall eines Wärmekraftwerks nach einem russischen Angriff. Die Stromerzeugung in der Anlage sei nach erheblichen Schäden eingestellt worden. DTEK machte keine Angaben zum Standort des Kraftwerks. Die Behörden von Mykolajiw und Cherson berichteten von einem vollständigen Blackout in Gemeinden.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version des Eintrags hatte es geheißen, DTEK sei ein staatliches Unternehmen. Tatsächlich ist es aber eine private Firma. Wir haben den Fehler korrigiert.

Juri AuelWadephul wünscht sich mehr Rüstungs-Bestellungen der Ukraine in DeutschlandBundesaußenminister Johann Wadephul fordert von der Ukraine mehr Bestellungen bei deutschen Rüstungsfirmen. „Wir sind mittlerweile der stärkste Unterstützer der Ukraine, was finanzielle und militärische Unterstützung angeht. Und es muss naturgemäß so sein, dass die deutsche Verteidigungsindustrie davon profitiert“, sagt Wadephul der Bild. Das habe er auch bei seinem letzten Besuch dem ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenskij gesagt. 

Das Mindeste sei, dass die Ukraine bei allen Beschaffungsmaßnahmen auch die deutsche Verteidigungsindustrie beteilige. „Zum jetzigen Zeitpunkt sind wir nicht ganz zufrieden mit dem, was es an Bestellungen in Deutschland gibt“, sagte Wadephul. „Und deswegen haben wir jetzt die ukrainische Regierung gebeten, das zu überprüfen und dafür zu sorgen, dass es besser wird.“ 

Christoph HeinleinTrump telefoniert mit PutinNach der Reise von US-Vermittlern nach Kiew und Moskau zu Gesprächen über ein Ende des Ukraine-Krieges haben US-Präsident Donald Trump und der russische Präsident Wladimir Putin telefoniert. Der russische Staatschef habe Trump zugesichert, keine „aggressiven Pläne“ in Bezug auf Europa zu haben, sagte Putins außenpolitischer Berater Juri Uschakow Journalisten. Die tatsächliche Politik Russlands, die häufige Drohungen und auch hybride Angriffe gegen europäische Länder umfasst, steht allerdings in Kontrast zu solchen Äußerungen; sie soll auch ein Grund einer kürzlichen Reise des CIA-Chefs nach Moskau gewesen sein.

Der Kremlchef habe Trump zudem eine „objektive und ausführliche Analyse der Vorgänge auf dem Schlachtfeld“ gegeben. Putin habe dabei ausgeführt, was die USA „real für ein baldiges Ende der Kampfhandlungen tun können“. Moskau sei vom US-amerikanischen Präsidenten eine komplette Wiederherstellung der Beziehungen zwischen Russland und den USA für den Fall eines Endes des Ukraine-Konflikts in Aussicht gestellt worden. Besprochen worden seien auch weitere Austausche von Gefangenen. Das Gespräch dauerte laut Uschakow etwa eine Stunde. 

Christoph HeinleinEU genehmigt Flugabwehrraketenkäufe für Ukraine in den USA Die EU erlaubt der Ukraine die Nutzung neuer Finanzhilfen für den Kauf von amerikanischen Patriot-Flugabwehrraketen. Wie EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen ankündigte, haben Mitgliedstaaten einer entsprechenden Ausnahmeregelung zugestimmt. Eigentlich sollen mit EU-Rüstungshilfen bevorzugt europäische Rüstungsgüter gekauft werden.

Nach Angaben von Kommissionspräsidentin von der Leyen sollen der Ukraine nun möglichst schnell weitere 3,2 Milliarden Euro ausgezahlt werden. Das Geld werde es dem Land ermöglichen, seinen Luftraum besser vor den wahllosen Angriffen Russlands zu schützen, schrieb sie in einer gemeinsam mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte veröffentlichten Erklärung. Die Nato ist an dem Vorhaben über die sogenannte Purl-Initiative beteiligt. Diese sieht vor, dass in den USA hergestellte Rüstungsgüter für die Ukraine von den europäischen Verbündeten und Kanada finanziert werden.

Christoph HeinleinPistorius sagt Ukraine umfangreiche Waffenlieferungen zuVerteidigungsminister Boris Pistorius hat angesichts des nahenden Winters eine Stärkung der ukrainischen Luftabwehr gefordert und die Lieferung weiterer Raketen aus Bundeswehrbeständen angekündigt. „Die Ukraine befindet sich in einem Wettlauf mit der Zeit. Der Winter kommt“, sagte der SPD-Politiker bei einem virtuellen Treffen der Ukraine-Kontaktgruppe, der Unterstützerstaaten des Landes. Man müsse damit rechnen, dass die russischen Luftangriffe mit sinkenden Temperaturen wieder zunähmen.

Deutschland werde daher dringend benötigte Pac-2-Abfangraketen für das Patriot-System sowie eine größere Stückzahl an AIM-9-Luft-Luft-Raketen liefern. Pistorius appellierte an die Verbündeten, ebenfalls ihre Bestände zu prüfen. „Wenn Sie im Zweifel sind, entscheiden Sie sich für die Ukraine.“

Der neue ukrainische Verteidigungsminister Jewhenij Chmara betonte, die Abwehr von Drohnen funktioniere mittlerweile sehr gut. Anders sei dies bei ballistischen Raketen. Es fehlten vor allem Patriot-Abwehrraketen vom Typ Pac-3. Die Pac-2 sind weniger effektiv gegen russische ballistische Raketen. Pac-3 sind aber auch wegen des Nahost-Kriegs knapp. Zudem halten sie verschiedene europäische Staaten mit Rücksicht auf ihre eigenen Bestände zurück. Im vergangenen Winter hatte Russland mit Raketen und Drohnen vor allem die Wärme- und Energieversorgung attackiert.

Deutschland werde die laufenden Lieferungen von IrisT-Luftverteidigungssystemen fortsetzen, erklärte Pistorius weiter. Er kündigte an, dass die Ukraine mehrere Tausend zusätzliche Iris-T-Lenkflugkörper bestellen werde. Dies ermögliche den Aufbau einer weiteren Produktionslinie. Darüber hinaus unterstütze Deutschland das „City Dome“-Projekt zum Schutz ukrainischer Städte vor Drohnen und Raketen und finanziere die Beschaffung von Zehntausenden Schuss Langstrecken-Artilleriemunition über ein britisches Konsortium.

Auch die Partner sicherten weitere Unterstützung zu. Der britische Verteidigungsminister Wes Streeting kündigte einen Beitrag von 100 Millionen Pfund für die schnelle Lieferung von Flugabwehrraketen in diesem Winter an. Zudem kämen die versprochenen Lieferungen von 120 000 Drohnen gut voran.

Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij dankte Deutschland für die Unterstützung. „Das sind genau die Entscheidungen, die den Frieden näher bringen: Wenn man die Fähigkeiten des Aggressors zu töten, einschränkt“, schrieb Selenskij auf X. „Dank an Deutschland für seine prinzipientreue Haltung, für die Unterstützung und für die Abertausenden von Leben, die vor russischen Angriffen gerettet werden.“ 

Leon WenzSelenskij: Es gibt „anständige Ideen“ bei US-Friedensvorschlägen

US-Unterhändler haben dem ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenskij zufolge mehrere „anständige Ideen“ zur Beendigung des Krieges vorgelegt. Die US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner hatten am Wochenende sowohl Russland als auch die Ukraine besucht. Selenskij teilte in einem WhatsApp-Gruppenchat mit, ein nächstes trilaterales Treffen könne in der Türkei, den Vereinigten Arabischen Emiraten oder der Schweiz stattfinden, wobei unter anderem Getreidelieferungen und die Energieinfrastruktur besprochen werden sollten.

Leon WenzKiew meldet neue russische AngriffeNach einer kurzzeitigen Feuerpause während des Besuchs der Unterhändler von US-Präsident Donald Trump in der Ukraine hat Russland seine Luftangriffe auf Kiew wieder aufgenommen. In der Nacht wurden Explosionen aus der ukrainischen Hauptstadt gemeldet, mehrere Wohnhäuser, Lagerhallen, eine Schule und Autos seien im Zuge der Raketen- und Drohnenangriffe beschädigt worden, berichteten örtliche Medien unter Berufung auf Behördenangaben. In mehreren Stadtteilen seien Brände ausgebrochen. Bürgermeister Vitali Klitschko zufolge wurden bei der Attacke drei Menschen getötet. Die Militärverwaltung der Stadt gab die Zahl der Verletzten mit 19 an. 

Auch in anderen, teils weit im Hinterland liegenden Regionen der Ukraine wurde Luftalarm ausgelöst. Im westlichen Nachbarland Polen wurde die Luftabwehr in Alarmbereitschaft versetzt, wie das Militär mitteilte. Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij sprach am Morgen von erheblichen Schäden an Wohngebäuden und anderer ziviler Infrastruktur in Kiew. In der Region sei kritische Infrastruktur attackiert worden. Im Gebiet Odessa sei ein gewöhnlicher Markt angegriffen worden und in Charkiw wurden demnach zwei Menschen verletzt.

Zudem soll das Gebäude des Fernsehsenders „My – Ukrajina“ („Wir sind die Ukraine“) durch einen Drohnenangriff beschädigt worden sein. „Einfach am helllichten Tag, als die Journalisten auf Sendung waren“, schrieb Präsident Wolodimir Selenskij in sozialen Netzwerken. Fünf Menschen seien dabei verletzt worden.

Der ukrainische Präsident sprach von einem komplexen Angriff Russlands mit ballistischen Raketen, Anti-Schiffs-Raketen, Marschflugkörpern und Drohnen. Die Luftwaffe habe 175 Flugkörper abgefangen, aber nicht alle, schrieb Selenskij. Einmal mehr verwies er auf den Mangel an Mitteln zur Abwehr ballistischer Raketen. Sie sind aufgrund ihrer hohen Geschwindigkeit besonders schwer abzufangen.

Russland: Mehrere Verletzte bei ukrainischem Drohnenangriff auf Saratow

Aus dem russischen Gebiet Saratow, rund 500 Kilometer östlich der ukrainischen Grenze, werden Angriffe gemeldet. Gebietsgouverneur Roman Bussargin zufolge sind bei ukrainischen Drohnenangriffen zehn Menschen verletzt worden. Darunter seien drei Minderjährige. Mehrere Häuser seien beschädigt worden. Im russischen Grenzgebiet Brjansk wurde nach Angaben des kommissarischen Gebietsgouverneurs Jegor Kowaltschuk ein Mann bei einem ukrainischen Angriff in der etwas mehr als 30 Kilometer von der Grenze zur Ukraine entfernten Stadt Starodub getötet. Drei weitere Menschen seien verletzt worden. Die Ukraine hat die Angriffe bislang nicht bestätigt.

Leon WenzGroßbritannien sagt Ukraine Luftabwehrpaket zu

Großbritannien unterstützt die Ukraine mit einem zusätzlichen Paket zur Luftverteidigung im kommenden Winter im Volumen von 100 Millionen Pfund (rund 117 Millionen Euro). Es werde unter anderem Patriot-Luftabwehrraketen umfassen, teilt die Regierung in London mit. Damit solle die Verteidigungsfähigkeit der Ukraine gegen russische Angriffe gestärkt werden.

Juri AuelUkrainischer Generalstaatsanwalt kündigt Rücktritt an Der ukrainische Generalstaatsanwalt Ruslan Krawtschenko hat im Zusammenhang mit einer Korruptionsaffäre in seiner Behörde seinen Rücktritt angekündigt. „Das ist eine politische Entscheidung“, schrieb er auf seinem Telegram-Kanal. „Ich möchte nicht, dass das Amt des Generalstaatsanwalts als Instrument politischer Auseinandersetzungen missbraucht wird.“ Seine Haltung zu den Vorwürfen, die er bereits mehrfach zurückgewiesen hatte, bleibe unverändert.

Wenige Stunden zuvor hatte Krawtschenko nach Angaben ukrainischer Medien einen möglichen Rücktritt noch abgelehnt und erklärt, dass er von diesem Posten nur abberufen werden könne. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Ukrinform hatten Sonderermittler eine kriminelle Vereinigung unter der Führung des Leiters einer Abteilung der Generalstaatsanwaltschaft aufgedeckt, die angeblich Bestechungsgelder kassierte. Krawtschenko wies jede Verstrickung in diese Affäre zurück.