Bauchig gewölbt sind Becken, Beine und Arme, überdimensional wachsen Brüste aus dem Torso, den Kopf wie einen kleinen Ball draufgesteckt. Monumental überhöht wird alles Weibliche. Daran erkennt man die Frauen-Skulpturen aus Polyester, Gips und Kunststoff und Bilder von Niki de Saint Phalle. Genauso wie an der enormen Wucht, mit der sie die fröhlich leuchtenden Farben aufträgt und die grellen Oberflächen so stark lackiert, dass sich Betrachter darin spiegeln können. Mit 100 Objekten, Tableaus, Filmen von Kunst-Aktionen und Collagen aus 40 Schaffensjahren dokumentiert das Museum in Düsseldorfs Ehrenhof, wie vielschichtig ihr Oeuvre war und wie zukunftsweisend sie vor 50 Jahren agierte. Die Schau ist eine Rückkehr, denn bereits 1968 hatte Saint Phalle eine ihrer ersten Einzel-Ausstellungen im Düsseldorfer Kunstverein (für Rheinland und Westfalen).