In der Abteil Hamborn steigt am kommenden Samstag, 12. September, um 20 Uhr, das erste städtische Serenadenkonzert der neuen Saison 2026/27, bei gutem Wetter im lauschigen Kreuzgang und bei schlechtem Wetter in der erhabenen Abteikirche. Es spielt das Studio-Orchester Duisburg als führendes Laienorchester unserer Stadt und es dirigiert Peter Wuttke.

Auf dem Programm steht je ein besonders reizvolles Werk von einem jener drei der größten Komponisten aller Zeiten, die um 1870 in Wien lebten und sich persönlich kannten, sogar miteinander Karten (konkret Tarock) spielten. Musikästhetisch langen sie aber weniger auf einer Linie.

Das Hauptwerk des Abends ist die Sinfonie d-Moll „Nullte“ von Anton Bruckner. Anders als oft zu lesen ist, entstand sie erst nach seiner Sinfonie Nr. 1 c-Moll und sollte eigentlich seine Zweite werden – der darin eingeschlagene neue Weg überzeugte den wieder einmal selbstzweifelnden Komponisten dann aber selbst nicht mehr und er erklärte sie für ungültig, seine eigentliche Sinfonie Nr. 2 steht danach wieder in c-Moll und setzt den Weg der Ersten fort.

Johannes Brahms revolutionierte mit seinen Variationen über ein Thema von Joseph Haydn (das in Wirklichkeit gar nicht von Haydn ist, dieser hatte das niederösterreichische Wallfahrtslied nur zitiert) op. 56a das Gebiet der sinfonischen Variationen. Brahms und Bruckner standen dem Werk des jeweils anderen skeptisch gegenüber, einig waren sie sich hingegen in ihrer Verehrung für den „Walzerkönig“ Johann Strauß (Sohn), dessen Ouvertüre zu der „Operette aller Operetten“, der „Fledermaus“, dieses Serenadenkonzert beschließt.

Damit der Abend auch kulinarisch ein Ausflug nach Wien wird, freut sich das Studio-Orchester über die Kooperation mit der Konditorei Kurz. Das Familienunternehmen, das 125 Jahren in Ruhrort seine Kunden verwöhnt, wird auch hier das Publikum mit Leckereien versorgen – eine Wiener Melange ist schließlich nicht denkbar ohne ein Stück Sachertorte.

Wiederholt wird das Programm am Sonntag, 13. September, um 17 Uhr, in der Kirche St. Maximilian in Ruhrort. Karten zu jeweils einheitlich elf Euro (Ermäßigung möglich) und weitere Infos gibt es am einfachsten im Internet unter www.duisburger-philharmoniker.de.