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Das wird ein heißes Tennis-Wochenende! Die letzten drei Tage der US Open haben es in sich, und das auch aus deutscher Sicht. Denn nicht nur Alexander Zverev (29) ist noch im Wettbewerb. Der Hamburger bestreitet am Freitagabend (21 Uhr MESZ) sein Halbfinale gegen den Russen Karen Khachanov (30). Im Finale am Sonntag (20 Uhr MESZ, alles sporteurope.tv und Sky live) würde ein Amerikaner warten: Ben Shelton (23) oder Frances Tiafoe (28). Zverev ist der uneingeschränkte Favorit. Alles andere als sein zweiter Grand-Slam-Sieg nach den French Open im Juni wäre überraschend.
Aber zwei Deutsche haben das Finale schon erreicht. Das Super-Davis-Cup-Doppel Kevin Krawietz (34) und Tim Pütz (38) siegte im Halbfinale am Donnerstag 6:3, 6:4 gegen Rajeev Ram (42/USA) und Joe Salisbury (34/Großbritannien). Nun geht es im Endspiel am Sonnabend (18 Uhr MESZ) erneut gegen eine britisch-amerikanische Paarung: Neal Skupski (36) und Christian Harrison (32). 2024 standen „Krapü“ hier schon mal im Finale, verloren aber. Nun der neue Anlauf.

Kevin Krawietz (34/r.) und Tim Pütz (38) jagen ihrem ersten gemeinsamen Grand-Slam-Titel hinterher
Foto: Getty Images via AFP
Krawietz, der mit Andreas Mies (36) 2019 und 2020 die French Open gewann: „Ich glaube, das hilft auf jeden Fall, dass wir schon mal hier Finale gespielt haben. Wir werden versuchen, wie in der ersten oder dritten Runde zu spielen und nichts Besonderes zu machen. Es kommt darauf an, dass wir unsere Hausaufgaben gut erledigen.“ Sieht Pütz, der einen Grand-Slam-Titel im Mixed (2023 in Paris) hat, ähnlich. „Ich bin relativ zufrieden, ob mit oder ohne Grand-Slam-Titel. Ich empfinde jetzt keine Torschlusspanik oder sowas, dass wir schon so lange zusammenspielen, aber noch keinen gemeinsamen Major-Titel haben.“
Familien-Unterstützung für Doppel
Unterstützung haben sie aus der Heimat. Krawietz’ Familie mit Ehefrau Judit sowie den Kindern Theo (3) und Hannah (1) ist schon in New York. Pütz’ Familie entscheidet sich noch. „Meine Eltern planen immer mal kurzfristig verrückte Sachen, vielleicht kommt auch meine Frau, das werden wir sehen.“ Kommende Woche sind beide beim Davis-Cup in Halle/Westfalen gegen Kroatien zu erleben.

Jamie Mackenzie (18) bestreitet seine letzte Saison bei den Junioren, geht dann in die USA aufs College
Foto: ZUMAPRESS.com/Zuma Press/Avalon
Ins Finale will neben Zverev auch Jamie Mackenzie (18). Der in Neuseeland geborene Düsseldorfer gewann sein Viertelfinale bei den Junioren gegen den favorisierten Jack Kennedy (18) 4:6, 6:3, 6:2. Als Nummer 394 der Welt war der Amerikaner auf dem Papier klar besser als Mackenzie, der auf Position 611 steht. Gegen den nächsten Amerikaner, Marcel Latak (17), ist er am Freitag klarer Favorit. Der ist nur die Nummer 1647, auch wenn die Platzierung der Junioren bei den Männern wenig zu sagen hat.
Drei Grand-Slam-Titel bei einem Event für Deutschland gab es lange nicht. Dass es so kommt, davon darf man zumindest mal träumen.
„Hat den einer geklaut?“: Plötzlich Wirbel um Zverevs Schläger
Quelle: Sporteurope.TV10.09.2026