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Wie klang „Norwegian Wood (This Bird Has Flown)“, bevor daraus einer der bekanntesten Songs von „Rubber Soul“ wurde? The Beatles geben darauf jetzt eine neue Antwort. Mit „Second Version – Take 2“ ist eine frühe Studiofassung erschienen, in der vor allem George Harrisons noch frischer Umgang mit der Sitar zu hören ist. Die Aufnahme gehört zum Material der erweiterten Neuauflage von „Rubber Soul“, die am 2. Oktober erscheint. Bereits zuvor hatten The Beatles mit „Michelle (Take 1)“ und einer frühen Arbeitsaufnahme von „Day Tripper“ Einblicke in die Entstehung der Platte gegeben. Nun lässt sich bei „Norwegian Wood“ verfolgen, wie eine der markantesten Klangideen des Albums noch ausprobiert und verändert wurde.

Als die Sitar noch ein Experiment war

Harrison hatte das indische Instrument damals gerade erst für sich entdeckt. Eine günstige Sitar hatte er in einem Londoner Geschäft gekauft. Bei den ersten Arbeiten an „Norwegian Wood“ kam sie spontan zum Einsatz. Harrison erinnerte sich später daran, dass dem Song noch etwas gefehlt habe. Er habe die Sitar genommen, nach passenden Tönen gesucht – und der ungewöhnliche Klang habe funktioniert.

Perfekt war die Sache damit allerdings noch nicht. Die Beatles waren mit ihrer ersten Aufnahme nicht zufrieden und kehrten neun Tage später zu dem Stück zurück. Dabei entstanden drei weitere Takes, darunter die nun veröffentlichte zweite Version.

Ein „Norwegian Wood“, das vertraut und fremd zugleich klingt

Die Besetzung ist bereits jene, die man mit dem Song verbindet: John Lennon spielt Akustikgitarre, Paul McCartney Bass, Ringo Starr Schlagzeug und Harrison Sitar. Doch Harrisons Instrument übernimmt hier eine andere Funktion. Zunächst legt er lange, stehende Töne unter die Aufnahme, bevor zusätzliche Sitar-Spuren hinzukommen. Lennon und McCartney ergänzten ihre Gesangsparts.

Besonders auffällig ist der Einstieg. Die bekannte Albumfassung beginnt mit der instrumentalen Strophenmelodie. „Second Version – Take 2“ setzt dagegen mit einer doppelt aufgenommenen Sitar ein, die sich am Mittelteil des Songs orientiert.

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George Harrison findet seinen Platz im Beatles-Sound

Harrison beschäftigte sich zunehmend mit indischer Musik und sollte diese Einflüsse in den folgenden Jahren wesentlich stärker in die Musik der Beatles einbringen. Bei „Norwegian Wood“ lässt sich dieser Prozess noch in einem frühen Stadium hören.