Fußball | Regionalliga
Stand: 16.09.2026 21:24 Uhr
Der Bann ist gebrochen: Chemie Leipzig hat im Kellerkrimi beim Liga-Neuling Tasmania Berlin den ersten Saisonsieg eingetütet. Entscheidend waren Spieler, die erst im August zur BSG gewechselt waren.
Darijan Silic, Malick Sanogo, Willi Reincke und Philipp Kühn (2) schossen die BSG Chemie Leipzig am Mittwoch (16.09.) vor fast 2.000 Zuschauern zum 5:2-Sieg der BSG Chemie Leipzig. Damit trafen vier Spieler, die die Sommervorbereitung noch bei anderen Vereinen bestritten hatten und erst spät zu Chemie gewechselt waren. Aufsteiger Tasmania bleibt zum fünften Mal in Folge sieglos und rutscht auf den vorletzten Tabellenplatz. Chemie klettert auf Rang 14.
Ende
16.09.2026
19:00 Uhr
Aufstellung
M. Mika – F. Baca, J. Collins, Y. Labbouz (83. A. Numic), F. Rehder – K. Grigoriadis (57. Pedro Vitor), L. Janeš (80. T. Çakmak), R. Yajima, K. Yayla – E. Berko (57. A. Beyazıt), S. Mensah
M. Bergmann – M. Enke, T. Hoops, R. Lisinski (72. J. Hoffmann), D. Silic, P. Wendt – L. Jakobi (46. R. Sanin), E. Kratzer (66. R. Friedrich), W. Reincke (59. V. Aliji) – P. Kühn, M. Sanogo (66. B. Lokilo)
Fußball, Regionalliga Nordost (M)
Chemie: Spätneuzugänge treffen
Die Chemiker erwischten beim Liga-Neuling einen Traumstart und führten nach 15 Minuten schon mit 2:0. Für die Führung sorgte Silic, der nach einer Eingabe von der Grundlinie, die Lücke fand und aus Nahdistanz traf. Beim 2:0 spielte Sanogo seinen Gegenspieler nach einem Ball in die Tiefe mit einem Haken schwindlig und schob dann auch noch überlegt ins lange Eck.
Tasmania, schon vor dem Spiel mit 25 Gegentreffern die Schießbude der Liga, taumelte, fiel aber nicht und kam nach einem Fehlpass der Leipziger im Spielaufbau zurück. Jamilu Collins ließ BSG-Keeper Marcel Bergmann mit einem satten Schuss ins kurze Eck keine Abwehrchance. Der Anschlusstreffer lähmte plötzlich die Grün-Weißen aus Leipzig-Leutzsch, die Glück hatten, dass der Aufsteiger keine der vielen guten Chancen nutzte.
BSG kassiert schnellen Gegentreffer
Kurz vor der Pause wurde Philipp Kühn im Strafraum gelegt, den Elfmeter verwandelte Reincke sicher. Chemie jubelte, aber nur kurz. Eine Minute später verkürzte Tasmania erneut. Berko köpfte eine Eingabe ins Tor, allerdings war das Tor zumindest fragwürdig, denn Berko schubste seinen Bewacher Hoops vor dem Tor deutlich.
Tasmania drängt auf den Ausgleich
Nach dem Wechsel mussten die vielen mitgereisten Chemie-Fans geduldig sein. Erst in der 64. Minute hatten sie den Torschrei auf den Lippen. Sanin scheiterte aber an den Fingerspitzen von Keeper Mateusz Mika. Während die Schmidt-Elf nur noch auf Konter lauerte, drängte Tasmania auf das 3:3 und war bei Fernschüssen gefährlich. Die dickste Chance zum Ausgleich hatte Abdulkadir Beyazıt, der in der 73. Minute aus zehn Metern an den Fingerspitzen von Bergmann scheiterte.
Kühn macht per Fallrückzieher alles klar
Ein Geniestreich von Kühn entschied schließlich das Spiel. Der Doppelpacker von Zwickau traf per Fallrückzieher aus fünf Metern. Der bullige Stürmer stellte seinen Körper nach einem weiten Einwurf rein und traf im Fallen mit links zum umjubelten 4:2 (82.). In der Nachspielzeit legte Kühn nach einem Konter nach. Diesmal donnerte er den Ball nach sauberer Ballmitnahme aus acht Metern ins kurze Eck.
Ausblick
Für die BSG Chemie geht es am Sonntag (18 Uhr) gegen den stark gestarteten Chemnitzer FC weiter. Tasmania Berlin reist mal wieder innerhalb der Hauptstadt, diesmal zum BFC Preussen.

Fußball | Regionalliga
Die BSG Chemie Leipzig spielt in der Regionalliga Nordost. Im Alfred-Kunze-Sportpark im Leutzscher Holz geht es mit Trainer Alexander Schmidt gegen die Teams der vierthöchsten Fußball-Spielklasse.

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