2. Regionalliga-Herren, Südwest Baskets Wuppertal – Fastbreak Leverkusen 82:71. Vor der Pause lieferte Südwest den Zuschauern an der heimischen Blutfinke eine Galavorstellung. Die Abschlüsse wurden glänzend herausgespielt, vor allem Ivan Pehar und Tim Ludwig trafen fast, wie sie wollten. Wer allerdings zur Pause die Halle verließ, weil er dachte, da passiert nichts mehr, irrte. Die Gäste hatten sich nun auf den Spielstil von Südwest eingestellt, hielten mit Härte dagegen und trafen gleich mal in Serie aus der Distanz, während bei SW kaum noch ein Wurf fiel. Nach einem 18:3-Lauf waren die Leverkusener plötzlich dran, brachten mit ihren nicht nur großen, sondern auch stämmigen Centern Christian Fröhlingsdorf, Lukas Klein und Adrian Brückmann viel Körperlichkeit ins Spiel und hatten zudem in Daniel Merkens einen hervorragenden Schützen. SW-Trainerin Nadine Homann hätte sich den ein oder anderen Pfiff mehr von den jungen, aber souverän leitenden Schiedsrichterinnen gewünscht. Doch gerade über die Abwehrarbeit kam Südwest nach verkorkstem dritten Viertel wieder zurück. Justus Bausch, Abdi Abdirizaak und Edis Mezet leisteten unter dem eigenen Korb Schwerstarbeit. Brahim Azzouz, der ebenso wie Lambert Brokamp fehlte, hätte man da gut gebrauchen können. Wichtig auch der Einsatz von Lennart Urspruch in der Defensive. Wichtig zudem der Dreier von Maceo Gulich bei 54:50 und die Ruhe, die Fabio Pastore im Angriff langsam zurückbrachte. Tim Ludwig kam zwar von außen nicht mehr zum Zug wie in Halbzeit eins, als ihm allein sechs Dreier gelungen waren, behielt aber von der Freiwurflinie in der engen Phase die Nerven. Dort fiel nur der ansonsten starke Abdi Adirizaak etwas ab, der lediglich drei seiner acht Versuche von der Linie verwandeln konnte. Sonst wäre die Partie möglicherweise früher in trockenen Tüchern gewesen. „Am Ende haben die Jungs das aber clever gemacht“, meinte Nadine Homann und sprach insgesamt von einem Arbeitssieg.