
Rund 17.500 Kinder und Jugendliche haben in diesem Sommer an Ferienfreizeiten katholischer Träger aus dem Bistum Münster teilgenommen. Mehr als 4.600 Gruppenleitungen und ehrenamtliche Helfer ermöglichten rund 315 Freizeiten von Jugendverbänden, Ferienwerken, Pfarreien und weiteren kirchlichen Trägern.
Diese Zahlen nennt das Bistum Münster in einer Medienmitteilung nach den Sommerferien. Die Bilanz bezieht sich auf das gesamte Bistum, nicht allein auf die Stadt Münster. „Ich danke allen Ehrenamtlichen, die diese unvergesslichen Erlebnisse ermöglicht haben“, sagt Chiara Beyer, Vorsitzende des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) in der Diözese Münster.
Vorbereitung beginnt Monate vor den Ferien
Für die ehrenamtlichen Gruppenleitungen beginnt die Arbeit lange vor der Abreise. Neben Schule, Studium oder Beruf absolvieren sie Qualifizierungen und planen über Monate die Programme. Während der Freizeiten begleiten sie die Kinder und Jugendlichen zum Teil mehrere Wochen. Weitere Freiwillige übernehmen Aufgaben in der Küche, organisieren Fahrdienste oder kümmern sich um Material und Logistik.
Ein Schwerpunkt der Vorbereitung war nach Angaben von Beate Willenbrink, Leiterin des Sachgebiets Jugendpastoral im Bistum Münster, in diesem Jahr der Gewaltschutz. Viele Ehrenamtliche hätten an entsprechenden Werkstätten teilgenommen, um Rechte- und Schutzkonzepte für ihre Freizeiten zu erarbeiten. Dabei gehe es darum, Risiken und unterschiedliche Formen von Gewalt zu erkennen und gemeinsam Maßnahmen zum Schutz der Kinder und Jugendlichen zu entwickeln.
Sanitätsdienst und Seelsorge auf Ameland
Auf der niederländischen Nordseeinsel Ameland übernahm der Malteser Hilfsdienst im Diözesanverband Münster den Sanitätsdienst für die Ferienfreizeiten. Auch ein Pastoralteam des Bistums war vor Ort: Zusammen mit Pfarrer Karsten Weidisch und jungen Erwachsenen gestaltete und feierte es während der sechs Sommerferienwochen insgesamt 75 Gottesdienste für Gruppen. Darüber hinaus diente es als Anlaufstelle für die Ferienfreizeiten auf der Insel.
Finanzielle Hilfen sollen Teilnahme ermöglichen
Nach Darstellung des Bistums bemühen sich die katholischen Träger, die Teilnahmebeiträge trotz gestiegener Kosten niedrig zu halten. Bei Bedarf gebe es finanzielle Unterstützung, damit möglichst viele Kinder und Jugendliche mitfahren könnten. Die Angebote stehen jungen Menschen unabhängig von Konfession und Herkunft offen.
Redaktions-Account von ALLES MÜNSTER.