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Das war der Sieg, der dieser Erfurter Saison noch gefehlt hat! Mit dem 4:3 nach 1:3-Rückstand bei Lok Leipzig schreibt Rot-Weiß Erfurt endlich wieder Geschichte. Nach 46 Jahren gewann RWE erstmals wieder auswärts in Probstheida und setzte damit den nächsten Meilenstein in der bislang erfolgreichsten Saison unter Trainer Fabian Gerber.

Dabei hatte der Coach die Marschroute schon vor dem Anpfiff klar vorgegeben. „Ich habe den Jungs gesagt: Ich will in die Geschichtsbücher. 46 Jahre ist eine unvorstellbare Zeit. Wir haben die vergangenen Jahre hier immer gute Spiele gemacht und sind trotzdem als Verlierer vom Platz gegangen. Es war einfach mal an der Zeit.“

Trainer Fabian Gerber (46) ballt nach dem Sieg in Leipzig die Fäuste

Trainer Fabian Gerber (46) ballt nach dem Sieg in Leipzig beide Fäuste

Foto: Bild13

RWE zeigt nach Rückstand große Moral

Gesagt, getan! Als Lok Leipzig in der zweiten Halbzeit auf 3:1 stellte, schien die Serie gegen die Thüringer weiterzugehen. Doch Erfurt gab sich nicht auf. Stattdessen zeigte die Mannschaft genau die Qualität, die sie schon die gesamte Saison auszeichnet: ihre Moral.

Am Ende stehen elf Ligaspiele in Folge ohne Niederlage, die souveräne Tabellenführung und beeindruckende 36 Tore aus elf Spielen.

Gerber schwärmte nach dem Abpfiff: „Die Jungs sind nach dem 3:1 nicht zusammengebrochen. Respekt, was das für eine Moral ist. Mit dem Anschlusstreffer war dann klar, dass es weitergeht. Die Jungs sind so fit, die können über 90 Minuten das volle Tempo gehen.“

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Einen Anteil am Comeback hatte auch der Trainer selbst. Seine Wechsel brachten neue Energie ins Spiel. Stanislav Fehler setzte sofort Akzente und verwandelte den Strafstoß zum zwischenzeitlichen 3:3 sicher. Überhaupt ist die Qualität in der Breite aktuell einer der größten Pluspunkte der Erfurter.

Gerber erklärt: „Aktuell, ich hoffe, es bleibt so, können wir jeden, der mal einen schlechten Tag hat – was völlig menschlich ist – eins zu eins ersetzen. Das hat uns schon einige Punkte gebracht.“

Bei aller Euphorie richtet der Coach den Blick aber bereits nach vorn. Die Belohnung für den historischen Sieg steht trotzdem fest. „Drei Punkte machen drei freie Tage. Am Mittwoch geht’s bei uns weiter mit der Vorbereitung auf das Pokalspiel.“