Die „Milchmäuse“ rennen und krabbeln kreuz und quer durch den Raum. So nennt Kinderkrankenschwester und Stillberaterin Nathalie Dungs liebevoll die Stillkinder. Ihre Mütter kennt sie vor allem aus der Beratung im Helios St. Johannes-Klinikum. „Es sind Alltagsfragen, die wir hier besprechen, aber auch Probleme: was, wenn es mit dem Stillen nicht klappt“, erzählt sie.

Immer mehr Mütter stillen wieder ihre Kinder sogar weit über das erste Lebensjahr hinaus. „Sechs Monate Stillen sind optimal für die Gesundheit der Kinder und der Mutter“, erklärt Oberarzt Dr. Metin Degirmenci. Auch für die Bindung zwischen Mutter und Kind sei Stillen wichtig.

Aufräumen mit Mythen rund ums Stillen

In der Klinik wird das unterstützt, aber wenn es nicht gelingt, auch kein Drama. „Wir möchten, dass es Mutter und Kind gut miteinander geht, da ist Stillen kein Zwang“, so Nathalie Dungs. Aufräumen will sie heute auch mit dem ein oder anderen Stillmythos. „Wenn die Schwiegermutter sagt, die Stillende darf keine Bohnen und Zwiebeln essen: alles Quatsch!“

Stadt Duisburg ist stillfreundliche Kommune

Genau hier setzt die Stadt Duisburg an. Sie hat überall in der Stadt in öffentlichen Gebäuden Stillräume eingerichtet. Auf ihrer Internetseite gibt es eine interaktive Karte mit Orten wie Beratungsstellen und Cafés, wo Stillen gerne gesehen wird.