2028 startet der Baubeginn für die Fischbeker Reethen. Foto: IBA Hamburg/moka studios
Harburg/Fischbek. Seit August laufen die ersten Erschließungsmaßnahmen, doch das Wohnungsbauprojekt Fischbeker Reethen mit 2.300 Wohneinheiten an der Grenze zu Neu Wulmstorf besteht zum größten Teil noch auf dem Papier. Jetzt hat Projektentwickler IBA Hamburg GmbH aber eine Entscheidung getroffen, die das Wohnen auf dem rund 70 Hektar großen Areal vor allem für die künftigen Mieter besonders attraktiv macht: Die Gebäude sollen über ein eigenes Wärmenetz mit Heizwärme und Warmwasser versorgt werden – ausschließlich erzeugt auf Basis erneuerbarer Energien.
Die IBA Hamburg hat die Wärmekonzession für die Fischbeker Reethen an die HEnW KommunalEnergie GmbH vergeben, eine Tochtergesellschaft der Hamburger Energiewerke. Der Auftrag an die HEnW: Wie in den anderen großen Wohnungsbauprojekten südlich der Elbe soll in Fischbek ein Quartier entstehen, das von Anfang an auf Nachhaltigkeit ausgelegt ist. „Dazu gehört auch eine Wärmeversorgung, die auf erneuerbare Energie setzt“, sagt IBA Hamburg-Geschäftsführer Kay Gätgens.
Herzstück des Konzepts seien leistungsstarke Luft-Wärmepumpen. Sie gewinnen den größten Teil der benötigten Energie aus der Umgebungsluft. Ergänzt wird das System durch Wärmespeicher und biogene Brennstoffe für Zeiten mit besonders hohem Wärmebedarf.
Grundstücke werden auch verkauft
Mit einer weiteren Entscheidung hat die Stadt das neue Quartier auch für Investoren attraktiver gemacht. Durch die Lage an der Landesgrenze stehen die Fischbeker Reethen in Konkurrenz zu Angeboten in Niedersachsen, vor allem im Einzelhaussegment. So erscheint eine zwingende Vermarktung ausschließlich im Erbbaurecht wie sie in Hamburg seit einiger Zeit üblich ist für viele Investoren unattraktiv. Deshalb wird der Landesbetrieb Immobilienmanagement und Grundvermögen (LIG) Grundstücke zum Kauf anbieten. Das soll auch eine „kritische Entwicklungsmasse“ zum Projektstart sichern. Der LIG geht davon aus, dass bis zu 35 Prozent verkaufter Fläche ausreichen würden. In Zahlen: Von 143.890 Quadratmetern Grundstücksfläche für den Wohnungsbau würden 50.360 Quadratmetern verkauft.
+++ Melde dich jetzt für unseren WhatsApp-Newsticker an und erhalte die wichtigsten Nachrichten direkt auf dein Handy! — Hier klicken und abonnieren +++