2025 war die Wärmepumpe mit rund 48 Prozent Marktanteil die meistverkaufte Heiztechnik in ganz Deutschland. Die Hersteller haben mehr Wärmepumpen verkauft als Gas- und Ölheizungen zusammen. Wärmepumpen neuerer Bauart funktionieren auch in älteren Häusern, sofern diese in gewissem Maß energetisch saniert sind. Was das heißt und welche Voraussetzungen ein Haus erfüllen muss, um es auf die klimaschonende Heizung umzustellen, ist vielen Hauseigentümern aber nicht klar.

In Wiesbaden gibt es am Dienstag, 27. Oktober, vor allem für Besitzer von Ein- und Zweifamilienhäusern die Möglichkeit, Antworten auf diese und weitere Fragen. Von 16 Uhr an stehen im Veranstaltungszentrum Schlachthof, Murnaustraße 1, Fachleute bereit, um Hausbesitzer zu beraten, wie sie von einer herkömmlichen Heizung mit fossilen Brennstoffen auf eine klimafreundliche Wärmepumpe umsteigen können. Wie die Stadt weiter wissen lässt, geht es dabei nicht nur um eine allgemeine Information. Vielmehr sollen Interessierte bei der konkreten Planung und Realisierung des Umstiegs unterstützt werden.

Förderung sinkt schrittweise

Wiesbaden soll bis 2045 klimaneutral mit Wärme versorgt werden. Dabei gilt die Wärmepumpe als Schlüsseltechnologie — vor allem dort, wo ein Anschluss an das Fernwärmenetz der Stadt nicht möglich ist. Als besonders sinnvoll gilt es, den Strombedarf der Wärmepumpe mit einer speicherfähigen Photovoltaikanlage zu decken. Die Wärmepumpe gilt in Wiesbaden überall dort als Schlüsseltechnologie auf dem Weg zur Klimaneutralität, wo ein Anschluss an das Fernwärmenetz der Stadt nicht möglich ist, wie Umweltdezernentin Christiane Hinninger (Die Grünen) sagt.

Kauf und Einbau einer klimafreundlichen Heizung wird nach wie vor gefördert. Aber der Haushaltsausschuss des Bundestags hat die Förderbedingungen im Juli verändert. Danach wird der Förderhöchstbetrag vom 1. Februar 2027 an alle sechs Monate um 750 Euro sinken.

Organisiert wird der Wärmepumpen-Infotag vom Umweltamt der Stadt gemeinsam mit der Klimaschutzagentur Wiesbaden. Der Eintritt ist frei, aber wegen der begrenzten Beratungskapazität ist eine Anmeldung erforderlich unter www.waermepumpen-infotag.de. Herstellerunabhängige Fachleute geben gemeinsam mit lokalen Fachbetrieben Auskunft über Kosten, Förderung, Technik und Einbau.