Googles einst populäre KI-Podcasts, die mit der Cloud-Software-NotebookLM aus simplen Textdokumenten oder URLs produziert werden können, finden womöglich bei Apple eine neue Heimat. Zumindest indirekt: Geistiges Eigentum sowie Arbeitnehmer des Start-ups Huxe, das von einigen der ehemaligen Macher von NotebookLM gegründet wurde, gehen an den iPhone-Hersteller. Das erschließt sich aus Angaben, die Apple gegenüber der Europäischen Kommission offenlegen musste. Diese informiert auf ihrer Website regelmäßig über Aufkäufe sogenannter Gatekeeper, zu denen auch Apple gehört.
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Persönliche KI-Podcasts – Modell setzte sich nicht durch
Huxe war erst Ende 2024 gegründet worden. Das Team bestand aus der NotebookLM-Produktmanagerin Raiza Martin und ihre Kollegen Jason Spielman und Stephen Hughes, die ebenfalls bei Google gearbeitet hatten. Sie planten, ihre Erfahrungen bei NotebookLM-in eine eigene Firma einfließen zu lassen. Huxe stellte schließlich eine App vor, die persönliche Podcasts baute – aus Nachrichten, E-Mails, Kalendereinträgen und jeglichen anderen interessanten Themen, die der Nutzer personalisieren konnte.
Innerhalb der App war es sogar möglich, die KI-Podcast-Sprecher zu unterbrechen und Fragen zu stellen. Die Funktionen sind so oder ähnlich auch Teil von NotebookLM – nur dass sich Huxe mit dem Ansatz dann doch nicht durchsetzte. Martin & Co. warben zwar zunächst ausreichend Mittel für ihr Start-up ein, doch schienen diese nicht zu reichen – im Mai 2026 erklärten die Gründer bereits, Huxe einstellen zu wollen. Die Dienste sind mittlerweile abgeschaltet, nur noch eine Homepage mit einem Dankesschreiben für bisherige User ist vorhanden.
Geistiges Eigentum plus Jobangebote
Laut der Informationen auf der Digital-Markets-Act-Website der EU-Kommission hat Apple schon im Juni bei Huxe zugegriffen. Zu einem ungenannten Preis kam es hier zu einer Form von „Acqui-Hire“, also einer Mischung aus Kauf und Jobangeboten für die Mitarbeiter.
So sicherte sich Apple einerseits eine Lizenz für das geistige Eigentum von Huxe (allerdings ist diese „nichtexklusiv“), andererseits ist es dem Unternehmen erlaubt, bestimmten (dann ehemaligen) Huxe-Mitarbeitern Jobangebote zu unterbreiten. „Huxe stellt eine mobile Anwendung bereit, die personalisierte Audio-Inhalte herstellt“, heißt es in den EU-Unterlagen dazu. Ob und wie Apple die Huxe-Technik verwenden wird, ist unklar. Martin, Spielman und Hughes tragen allesamt noch „Huxe“ als ihren aktuellen Arbeitgeber bei LinkedIn.
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(bsc)
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