Vor dem Münchner Amtsgericht läuft derzeit ein Prozess gegen Yasin Mohamed. Der Influencer und frühere Profi-Basketballspieler beim FC Bayern München soll 2024 eine Schauspielerin vergewaltigt haben. Die beiden lernten sich beim Dreh für die RTL2-Dating-Show „Love Island V.I.P.“ kennen.

Im Juli 2024 waren der 35-Jährige und die Schauspielerin Sophie Imelmann Teil der Dreharbeiten und waren sich laut Anklage dort nähergekommen. Als „Couple“ war das im Konzept der Show erwünscht. Laut Staatsanwaltschaft kam es „zu einvernehmlichen Küssen und gegenseitigen einvernehmlichen Berührungen“, wie unter anderem die Süddeutsche Zeitung (SZ) berichtet.

Münchner Gericht verhandelt gegen Yasin Mohamed

Nachdem die Show abgedreht war, sollen sie das Set als „Couple“ verlassen haben. Eine echte Beziehung habe zwischen den beiden nicht bestanden. Die Ermittlungen konzentrieren sich auf eine Nacht in einem Hotel in Korinth auf der griechischen Halbinsel Peloponnes. Am Tag vor der Rückreise nach Deutschland war es nach den vorliegenden Angaben zu einem Streit gekommen. Mohamed und Imelmann bezogen daraufhin getrennte Hotelzimmer.

Imelmann soll später das Zimmer des Reality-TV-Darstellers aufgesucht haben, um die Auseinandersetzung zu klären. Dabei sei es erneut zu Küssen und körperlicher Nähe gekommen. Nach Darstellung der Anklage habe die Schauspielerin allerdings deutlich gemacht, dass sie keinen Geschlechtsverkehr wolle.

Mohamed soll diesen Wunsch missachtet haben. Die 30-Jährige habe ihn zweimal von sich weggestoßen und ihn mit seinem Verhalten konfrontiert. Anschließend soll er sich entschuldigt haben. Die Staatsanwaltschaft wertet das Geschehen als Vergewaltigung.

Mohamed weist Vorwürfe vor Gericht zurück

Dass Imelmann die Nacht trotz des mutmaßlichen Übergriffs im Hotelzimmer des Angeklagten verbracht haben soll, ist ebenfalls Gegenstand der Auseinandersetzung vor Gericht. Nach Darstellung der Anklage sei sie mit der Situation überfordert gewesen und habe sich von Mohamed beruhigen lassen.

Yasin Mohamed ist seit dem Ende seiner Sportlerkarriere öfter in Reality-Formaten zu sehen.

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Yasin Mohamed ist seit dem Ende seiner Sportlerkarriere öfter in Reality-Formaten zu sehen.
Foto: RTL2 (Archivbild)

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Yasin Mohamed ist seit dem Ende seiner Sportlerkarriere öfter in Reality-Formaten zu sehen.
Foto: RTL2 (Archivbild)

Erst Monate später sprach sie über die Vorwürfe. Eine Mitarbeiterin der Produktionsfirma sagte im Prozess aus, nach dem Ende der Show mehrfach mit Imelmann telefoniert zu haben. Dabei habe die Schauspielerin unter anderem kritisiert, dass Mohamed sich nach den Dreharbeiten anders verhalten habe als vor den Kameras.

Mohamed hat die Vorwürfe durch seine Verteidiger zurückweisen lassen. Damit stehen sich unterschiedliche Darstellungen der Begegnung gegenüber: Während die Staatsanwaltschaft von einem sexuellen Übergriff gegen den erklärten Willen der Schauspielerin ausgeht, bestreitet der Angeklagte eine Vergewaltigung. Bis zum Abschluss des Verfahrens gilt die Unschuldsvermutung.