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Nach über 30 Jahren soll die Deutsche Post AG bald ihren Konzernnamen ändern. Das wurde auf einer Hauptversammlung der Aktionäre beschlossen.

Der Name „Deutsche Post AG“ gehört wohl schon bald der Vergangenheit an. Diese Entscheidung wurde mit einer Zustimmungsquote von 99,95 Prozent während einer Hauptversammlung der Aktionäre in Bonn angenommen. Künftig soll der Konzern DHL heißen – ein Name, der bereits eh auf vielen Lieferwagen des Unternehmens zu sehen ist. So ganz wird die Deutsche Post allerdings nicht verschwinden.

Jahresbilanz DHL Group - Deutsche PostVorstandsvorsitzender der DHL: Tobias Meyer. © Oliver Berg/dpa

Die Gründe für die Umbenennung liegen vor allem in der globalen Expansion des Unternehmens. Lediglich ein Fünftel seines Geschäftes umfasst noch den traditionellen Transport von Briefen und Paketen. Der Rest befasst sich mit den globalen Konzernbereichen wie Fracht- und Expressgeschäft. Die Änderung soll die Internationalisierung und die Stärkung der globalen Marke vorantreiben. Die Umbenennung wird zusammen mit einer internen Umstrukturierung stattfinden und Millionen kosten.

Deutsche Post wird zur DHL: Was ändert sich? Was bleibt gleich?

Die 1995 privatisierte Deutsche Post AG ging aus der staatseigenen Deutschen Bundespost hervor. Nach dem Kauf des US-Logistikers DHL wurde das Auslandsgeschäft für das Unternehmen immer wichtiger, was sich bald in der Namensänderung widerspiegeln wird. Die Deutsche Post AG wird allerdings nicht gänzlich verschwinden, sondern zu einer Tochterfirma umfunktioniert, die weiterhin den Transport von Briefen und Paketen innerhalb von Deutschland verantworten wird. Es zeichnet sich der Trend nach immer mehr Paketen und weniger Briefen ab.

In den vergangenen Jahrzehnten hat sich unser Unternehmen von der ehemaligen Deutschen Bundespost zu einem weltweit führenden Logistikkonzern entwickelt.

Der Wechsel und der Eintrag des neuen Namens ins Handelsregister werden voraussichtlich schon zum 1. September 2026 passieren. Die Umbenennung und die damit einhergehende Umstrukturierung des Unternehmens werden nach den Angaben von Meyer rund 37 Millionen Euro kosten. „Für unsere Beschäftigten ergeben sich keinerlei Nachteile, ihre Interessen bleiben vollständig gewahrt – inklusive Lohn, Arbeitszeit und Schutzregeln“, so der Konzernchef. Auch beim Management soll sich nichts ändern.

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Das Kürzel DHL besteht übrigens aus den ersten Buchstaben der Nachnamen der Firmengründer: Adrian Dalsey, Larry Hillborn und Robert Lynn. Der Logistikkonzern hält aktuell etwa 534.000 Vollzeitstellen, von denen sich etwa ein Drittel in Deutschland befindet. Die Briefchefin der DHL hat vor kurzem über die Zukunft der Post gesprochen.