Bielefeld. Wir sind angekommen. Im neuen Gebäude, immer noch mittendrin, aber mit neuen Arbeitsweisen, einem neuen Miteinander und neuen Blicken auf die Stadt. Der Umzug der Bielefelder Lokalredaktion in das neue NW-Medienhaus und an den Kesselbrink ist geschafft. Mit dem Herbst finden Sie uns, liebe Leserinnen und Leser, nun in den neuen Redaktionsräumen an der Friedrich-Ebert-Straße 11. Ein erster Einblick – in einen neuen Arbeitsalltag und eine neue Ära für die NW.
Nur knapp 550 Meter Luftlinie und etwa 9 Gehminuten trennen unser neues Zuhause vom langjährigen Verlagssitz an der Niedernstraße – dazwischen liegen Arbeitswelten. Von der klassischen Büroetage mit Zweier- und Dreierbüros, Konferenzraum und Sekretariat ging es in ein wesentlich offeneres und helleres Raumkonzept. Rund 25 Kolleginnen und Kollegen aus Lokalredaktion und Lokalsport sind im Großraumbüro am Kesselbrink jetzt enger zusammengerückt. Ebenfalls mit eingezogen: Aufbruchsstimmung.
Überschwängliche Begeisterung oder emotionale Ausbrüche gelten in der traditionellen ostwestfälischen Mentalität ja oft als verdächtig oder unnötig. „Als mir ein Kollege aber letztens zurief, ’ganz nett hier’, da wusste ich, dass wir am Kesselbrink gut angekommen sind“, sagt Stefan Gerold, Leiter der Lokalredaktion. Die neue Heimat sei sehr stylish, die Arbeitsplätze seien sehr modern. Schöne Annehmlichkeiten sind Kaffeevollautomaten und Sprudelwasser direkt aus dem Hahn. „So komme ich endlich dazu, tatsächlich die von meiner Fitnessapp geforderten zwei Liter Wasser am Tag zu trinken.“
So hat sich die Arbeit der Bielefelder Lokalredaktion verändert
Aus Zweier- und Dreierbüros ging es für die Bielefelder Autorinnen und Autoren ins moderne und helle Großraumbüro am Kesselbrink.
| © Sarah Jonek
Ein erstes Mini-Workout erledigt der Lokalchef ganz nebenbei vor der Arbeit: Sportlich treppensteigend (oder barrierefrei im Fahrstuhl) geht es hinauf in die vierte Etage. Für die Bielefelder Redakteurinnen und Redakteure verteilen sich hier 14 Arbeitsplätze auf rund 140 Quadratmetern. Begrünte Trennwände strukturieren den Raum, Akustikpaneele dämpfen den Ton, höhenverstellbare Schreibtische ermöglichen ein rückenfreundliches und flexibles Arbeiten nach dem „Clean-Desk-Prinzip“ (engl. sauberer Arbeitstisch). Der eigene Schreibtisch, auf dem sich Flyer, Pressemitteilungen und Verwaltungsunterlagen langsam in die Höhe stapelten, ist Geschichte.
Die Ablage läuft digital, die persönliche Arbeitsausrüstung wird in Spinden aufbewahrt, ein Buchungssystem regelt die Schreibtischvergabe. Das klappt erstaunlich gut. An die Stelle von Tischtelefonen ist zudem eine smarte Telefonie getreten: Ihre Anrufe erreichen uns jedoch zuverlässig über den Computerkopfhörer oder per Weiterleitung auf das Diensthandy.
Während das Arbeiten im Großraumbüro den schnellen Austausch und das Miteinander fördert, ermöglichen es buchbare Einzelbüros, sich für Interviews und ein konzentrierteres Arbeiten zurückzuziehen. Zugleich bestimmen viele Begegnungen mit Kolleginnen und Kollegen anderer Abteilungen den neuen Arbeitsalltag. Auf der Redaktionsetage sind die Türen nicht nur offen, es gibt sie in an vielen Stellen nicht mehr – in Sekretariaten, gemeinsam genutzten Konferenzräumen und modernen Teeküchen.
Richtfest: Erste Einblicke ins neue „NW“-Medienhaus am Bielefelder Kesselbrink
Fotogalerie
NW-Lokalredaktion im neuen Medienhaus am Kesselbrink
17. Oktober 2026
Für die Produktion von Bielefelder Onlineseiten und der Zeitung stehen separate Arbeitsplätze am neuen Newsdesk zur Verfügung, der ebenfalls in der vierten Etage mit Blick zum Kesselbrink eingezogen ist. Hier arbeiten die jeweiligen Kolleginnen und Kollegen in enger Vernetzung von lokalen, regionalen und überregionalen Teams.
Was sich nicht geändert hat: Unser Anspruch. Unser Journalismus. Wir sind für Sie da. Schreiben Sie uns unter bielefeld@nw.de. Sprechen Sie uns an. Sagen Sie uns, welche Bielefelder Themen Sie beschäftigen und wo wir für Sie und für unserer Stadt hinschauen und hinterfragen sollen. Sie finden uns noch immer im Herzen Bielefelds. An einem Ort, wo sich der Blick geweitet hat, in Richtung Pauluskirche, Neumarkt, Klinikum und bis zum Teutoburger Wald. Ohne die Schwierigkeiten der Stadt vor der Tür auszublenden. Wir sehen uns am Kesselbrink.
NW-Debatte: Streit über Journalismus: Wer braucht heute noch Informationen?
