Midterms in den USA
Umfragen deuten Trend an
Aktualisiert am 20.10.2026 – 03:40 UhrLesedauer: 3 Min.
Am 3. November finden in den USA Kongresswahlen statt. (Archivfoto) (Quelle: Gent Shkullaku/imago)
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Am 3. November wählen die USA große Teile des Kongresses neu. Werden die Republikaner von Präsident Donald Trump die Mehrheit dort verlieren?
Wenn am 3. November die US-Amerikaner an die Wahlurnen gehen, findet nach der Präsidentschaftswahl die zweitwichtigste Wahl der USA statt: Bei den US-Zwischenwahlen wird ein Großteil des Kongresses neu gewählt. Konkret werden etwa ein Drittel der Sitze im Senat und alle Plätze im Repräsentantenhaus neu vergeben.
Aktuell besitzen die Republikaner von US-Präsident Donald Trump die Mehrheit in beiden Kammern. Allerdings sind die sogenannten US-Midterms traditionell eine Abstimmung, in der die Wähler häufig die Politik des Präsidenten mit ihrem Votum abstrafen. Auch vor dieser Zwischenwahl sagen verschiedene Umfragen, dass Trumps Partei ihre Mehrheit im Kongress verlieren und den Republikanern ein böses Erwachen drohen könnte.
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t-online gibt einen Überblick über die Ausgangslage in den beiden Kammern des Kongresses vor den Midterms 2026:
Zahlreiche offene Rennen im Repräsentantenhaus bei den Midterms
Das Repräsentantenhaus wird alle zwei Jahre komplett neu gewählt. Es umfasst 435 Sitze von Abgeordneten aus den gesamten USA. In der aktuellen Wahlperiode besitzen die Republikaner eine knappe Mehrheit von 219 zu 214 Sitzen. Zwei Sitze sind nach Rücktritten nicht mehr besetzt.
Das Umfrageportal „RealClear Polling“, das verschiedene Erhebungen zu den wichtigen Wahlen in den USA zusammenfasst, geht aktuell von einem Sieg der Demokraten bei den Midterms aus. Demnach können die Demokraten im Repräsentantenhaus mit 227 Sitzen fest rechnen, die Republikaner dagegen mit 189.
Ein offenes Rennen soll es laut dem Portal noch in 22 Wahlkreisen geben. Andere Umfragen sehen das Rennen offener und sprechen von 40 bis 50 umkämpften Sitzen bei US-Midterms 2026. Für eine Mehrheit in der Kammer sind mindestens 218 Sitze notwendig, die die Demokraten laut dem Portal wohl erreichen sollten.
Bei den US-Zwischenwahlen werden 35 Sitze im Senat vergeben
Anders als im Repräsentantenhaus wird der Senat bei den US-Zwischenwahlen nicht vollständig neu gewählt. Von den 100 Sitzen in der Kammer – zwei für jeden Bundesstaat – werden diesmal 35 Plätze neu vergeben. 33 Wahlen sind regulär. In Florida und Ohio finden zudem zwei Sonderwahlen statt: Diese sind erforderlich, weil die Senatoren JD Vance (Ohio) und Marco Rubio (Florida) in die Regierung gewechselt waren. Da ihre Nachfolger ernannt wurden, müssen sie sich vorzeitig einer Wahl stellen. Die Amtszeit eines Senators beträgt regulär sechs Jahre.
Aktuell besitzen die Republikaner in der Kammer eine Mehrheit von 53 zu 47 gegenüber den Demokraten. Damit die Mehrheit wechselt, müssten die Demokraten also alle ihre Sitze halten und mindestens vier weitere bei den Midterms dazugewinnen. Ein Gleichstand würde auch eine Mehrheit für die Republikaner bedeuten: In dem Fall darf Vance als Vizepräsident im Senat mit abstimmen und kann damit den Republikanern eine Mehrheit verschaffen.
