
Der 1. FC Kaiserslautern gewinnt mit 2:0 gegen den VfL Bochum und hält in der 2. Fußball-Bundesliga den Kontakt zu den Aufstiegsplätzen. Der VfL ist nur zwei Punkte vom Tabellenende entfernt.
Ein Debütant brachte die „Roten Teufel“ in die Spur. Milos Lukovic, im Sommer von Racing Straßburg in die Pfalz gewechselt, erzielte in der 31. Minute gleich bei seinem ersten Einsatz seinen ersten Treffer. Mit einem zweifelhaften Elfmeter sorgte Semih Sahin für den Endstand.
Punktgleich mit dem VfL Wolfsburg auf dem dritten Tabellenplatz ist die Mannschaft von Torsten Lieberknecht, der seine 500. Zweitligapartie als Spieler und Trainer feierte, damit weiter auf einem guten Weg. Aus den vergangenen drei Spielen holte der FCK sieben Punkte, ohne ein Tor zu kassieren.
Lauterns Trainer Lieberknecht beeindruckt
Lieberknecht war beeindruckt: „Ich finde es erstaunlich, wie heimstark der FCK in den vergangenen Jahren trotz der hohen Erwartungshaltung und der Emotionen hier ist. Der Betze war immer schon schwer einzunehmen, aber diese Gemeinsamkeit, die haben wir jetzt wiedergefunden.“
Der VfL hingegen verlor auch sein zweites Spiel nach der Länderspielwoche mit 0:1. In der Vorwoche hatte Arminia Bielefeld an der Castroper Straße gewonnen.
„Wir haben den Ball gut und wie geplant in die letzten 20 Meter gebracht, aber dann fehlte uns das Durchsetzungsvermögen“, haderte Bochums Trainer Uwe Rösler am Mikrofon der Sportschau, „wir schießen keine Tore, und es sieht auch nicht so aus, als würden wir Tore schießen.“
In dieser Saison gelangen dem VfL erst fünf Treffer, weniger als allen anderen Teams.
Lauterns Lukovic schließt Konter ab
Kaiserslautern gelang der vierte Heimsieg der Saison, und der war verdient. Der FCK war deutlich gefährlicher als die Gäste, die zwar auf mehr Ballbesitz kamen, aber zu ganz wenigen Chancen.
Eine Möglichkeit, bei der sich die auf den Betzenberg mitgereisten Fans des VfL die Haare rauften, gab es bis kurz vor Schluss nicht.
Auch für die Gastgeber waren solche Chancen rar, aber sie wurden effizient genutzt. Ibrahim Kanaté sprintete vor dem 1:0 über die linke Seite und passte quer zu Lukovic, der den Ball an Timo Horn vorbei ins Tor schoss.
Sehr harte Entscheidung gegen Bochum auf Elfmeter
Nach der Pause blieb die Qualität des Spiels bescheiden. Kaiserslautern spielte in der Defensive weiter sehr konzentriert und hielt die Gegner meistens aus dem Strafraum fern.
Dass ein zweiter Treffer gelang, war aber zu einem großen Teil Wolfgang Haslberger zu verdanken. Der Schiedsrichter entschied nach einem Luftduell zwischen dem eingewchselten Charlie Patiño und Jan Elvedi auf Elfmeter. Dabei hatte Patiño den Lauterer nur ganz leicht und aus einer natürlichen Bewegung heraus im Gesicht berührt. Sahin verwandelte zum 2:0.
„Es freut mich, dass der Ball reingegangen ist. Natürlich war es zu dem Zeitpunkt auch enorm wichtig, dass der Gegner nicht mehr drückt, und dann konnten wir es runterspielen“, war Sahin erleichtert. Zudem lobte er am Mikrofon der Sportschau die stabile Defensive.
Als es schon zu spät war, kam Bochum zur einzigen Großchance. Jarne Steuckers köpfte aus vier Metern über das Tor. Mit dieser Szene war alles über das Spiel des VfL gesagt. Der FCK bleibt dank der vergebenen Chance in dieser Saison weiter ohne Gegentor auf dem Betzenberg.
Lautern in Nürnberg, Bochum gegen Wolfsburg
Kaiserslautern ist am Samstagabend im Topspiel beim 1. FC Nürnberg zu Gast (20.30 Uhr). Bochum empfängt am Abend zuvor den VfL Wolfsburg (18.30 Uhr).