Polizei ermittelt wegen Serie

Cyberangriff auf Rewe-Markt in NRW: Konzern nennt Details

03.11.2026 – 14:55 UhrLesedauer: 2 Min.

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In ganz Europa, hier Szenen aus Schweden, kam es zuletzt auf Hacker-Angriffe auf die Kühlregale von Supermärkten (Archivfoto): Auch in Nordrhein-Westfalen ermittelt die Polizei. (Quelle: Johan Nilsson /TT/dpa)

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Eine rätselhafte Serie von Hacker-Angriffen trifft mehrere Supermärkte in Europa – auch in NRW trifft es eine Rewe-Filiale. Nun äußert sich der Konzern.

Kühlregale, die plötzlich warm werden, und Lebensmittel, die im Müll landen: Eine Serie von Cyberangriffen auf Supermärkte hat nun auch Nordrhein-Westfalen erreicht. Betroffen ist unter anderem ein Rewe-Markt in Raesfeld im Münsterland.

In dem dortigen selbstständig geführten Rewe-Markt Büsken kam es nach Angaben eines Rewe-Sprechers gegenüber der Kölner Lokalredaktion t-online zu Beeinträchtigungen der Kühltechnik. Ursache sei ein Cyberangriff auf den Systemanbieter Danfoss, der nur regional in wenigen Märkten im Einsatz sei. Betroffene kühlpflichtige Lebensmittel seien vorsorglich aus dem Verkauf genommen und entsorgt worden.

Die Kühltechnik laufe seit dem Nachmittag wieder, der Markt sei einschließlich der Frische- und Servicetheken wieder voll bestückt. Aktuell seien keine weiteren Märkte der Rewe Group betroffen, so der Sprecher.

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Neben Raesfeld untersucht die Polizei laut dpa weitere Fälle in Nordrhein-Westfalen: in Wuppertal, in Wetter bei Hagen und im Münsterland. Die Kühlanlagen seien dort vermutlich durch einen Hacker-Angriff lahmgelegt worden. Die Temperatur sei so hoch eingestellt worden, dass Lebensmittel verdorben seien und entsorgt werden mussten, sagten Polizeisprecher.

In Wuppertal sei der Angriff laut einem Polizeisprecher am Wochenende erfolgt und am Montagmorgen bemerkt worden. Offensichtlich hätten Hacker aus der Ferne die Temperatur der Kühlanlagen hochgedreht. Das Kriminalkommissariat ermittelt.

Leergeräumte Kühltheken in einem Supermarkt (Archivfoto): Wegen der Angriffe mussten Lebensmittel vernichtet werden.Vergrößern des BildesLeergeräumte Kühltheken in einem Supermarkt (Archivfoto): Wegen der Angriffe mussten Lebensmittel vernichtet werden. (Quelle: AWO Ennepe-Ruhr/dpa)

Ebenfalls betroffen war ein von der Arbeiterwohlfahrt betriebener Supermarkt in Wetter-Volmarstein im Ennepe-Ruhr-Kreis. Bereichsleiterin Sandra Salten sagte, Kühlregale und Lagerbereiche seien betroffen gewesen. Der eigentliche Angriff habe der Firma gegolten, die die Kühlanlagen aus der Ferne wartet. Große Mengen an Lebensmitteln hätten weggeworfen werden müssen. Die Schadenssumme lasse sich noch nicht beziffern.

Angriffe in mehreren europäischen Ländern

Die Fälle in NRW sind offenbar Teil einer größeren Serie. Cyberkriminelle hatten laut dpa in den vergangenen Tagen unter anderem in Belgien, Schweden, Irland, Luxemburg, Estland, Finnland und den Niederlanden dafür gesorgt, dass Kühlschränke und Tiefkühltruhen wärmer wurden.

Nach Angaben eines belgischen Kühltechnik-Dienstleisters wurden die Anlagen aus der Ferne in den Abtaumodus versetzt. Bereits Mitte Oktober hatte es einen groß angelegten Angriff gegeben, von dem rund 150 Geschäfte in Frankreich betroffen waren.