Eine Person in einem Fenster

Monty-Python-Schauspieler John Cleese hat Änderungen an „Leben des Brian“ eine Absage erteilt

(Bild: HandMade Films, Python (Monty) Pictures)

Monty-Python-Schauspieler verteidigt eine umstrittene Szene aus „Das Leben des Brian“. Teile der LGBTQ+-Community kritisierten den Dialog als transfeindlich.

Mehr als vier Jahrzehnte nach der Veröffentlichung von „Das Leben des Brian“ sorgt eine Szene des Monty Python-Klassikers erneut für Diskussionen. Im Zentrum der Kritik steht der Dialog um die Transfrau „Loretta“, den Teile der LGBTQ+-Community als transfeindlich empfinden.

Gerüchte, wonach die Szene aus diesem Grund aus einer geplanten Bühnenadaption gestrichen werden sollte, hat Monty Python-Star John Cleese nun entschieden zurückgewiesen.

In der umstrittenen Szene verkündet die von Eric Idle gespielte Figur „Stan“, fortan eine Frau namens Loretta sein und Kinder bekommen zu wollen.

Die Ansage, es sei „das Recht eines jeden Mannes, Babys zu bekommen, wenn er welche will“, stößt bei den anderen Figuren auf Unverständnis. „Es ist vollkommener Blödsinn, für sein Recht, Babys zu bekommen, zu kämpfen, wenn er keine Babys bekommen kann!“, hält der von Cleese verkörperte Reg dagegen.

Vier Jahrzehnte lang gab es keine Beschwerden

Auf Twitter stellte Cleese klar, dass er bei einer Lesung des Drehbuchs für die Bühnenadaption von mehreren Schauspielern den Rat erhalten habe, die „Loretta“-Szene zu streichen. Er selbst habe jedoch „selbstverständlich nicht die Absicht, dies zu tun“, betonte der 83-Jährige.

Berichte, wonach er eine Streichung der Szene erwäge, seien eine Fehlinterpretation seiner Aussagen.

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Die Kritik an der Szene hält Cleese für überzogen. „Hier haben wir etwas, worüber sich 40 Jahre lang niemand beschwert hat, zumindest nicht, dass ich davon gehört hätte“, erklärte er. „Und jetzt auf einmal können wir es nicht mehr machen, weil es Leute beleidigt. Was soll man davon halten?“

Cleese: „Produzenten neigen dazu, Angsthasen zu sein“

Auch an den Produzenten der geplanten Bühnenshow übte Cleese Kritik: Diese neigten dazu, „Angsthasen“ zu sein, beschwerte sich der Komiker. Dabei hätten die Proteste im Zuge der Veröffentlichung des Films 1979 auch dafür gesorgt, dass nie großartig Werbung für „Das Leben des Brian“ gemacht werden musste.

Wegen der respektlosen Parodie auf die Lebensgeschichte von Jesus Christus hatte der Film seinerzeit heftige Kontroversen ausgelöst und war in einigen Ländern verboten worden. Die Katholische Kirche zählte zu den prominentesten Kritikern des Films. Heute gilt „Das Leben des Brian“ als Meilenstein der Kinokomödie und wird regelmäßig zu den besten Filmen aller Zeiten gezählt.

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