Der neue Pocketpark am Vennbahnweg füllt sich mit Leben: Fahrräder in allen Formen und Farben säumen die neuen Bügel entlang des Weges, manche mit Anhängern, andere in Kindergröße oder mit breitem Gepäckträger. Menschen steigen ab, unterhalten sich, während Kinder fröhlich den frisch eröffneten Spielplatz entdecken. Wer auf dem Vennbahnweg unterwegs ist, hält kurz inne, bleibt stehen, schaut neugierig – und manche setzen sich auch auf eine der neuen Bänke in die Sonne. Die Atmosphäre ist entspannt, offen und neugierig – als hätte der Park nur darauf gewartet, endlich genutzt zu werden.
Mit dem feierlichen Durchtrennen des letzten Absperrbands am vergangenen Mittwoch wurde er offiziell eröffnet. Nach fast einem Jahr Bauzeit steht den Bürgerinnen und Bürgern nun eine vielfältige, grüne Oase zur Verfügung – mitten in Brand und direkt am beliebten Vennbahnweg.
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Die Umsetzung des Projekts hatte sich verzögert. Insgesamt dauerte der Bau elf Monate. Architektin Karen Roß-Kark berichtet: „Wir hatten letztes Jahr ein Problem mit Extremwetterlagen. An manchen Tagen gab es extrem viel Niederschlag, an anderen war es unglaublich heiß.“ Hinzu kam, dass die Böden an der Rombachstraße kaum Wasser versickern lassen, was die Bauarbeiten mehrfach zum Stillstand gebracht hatten. „Dadurch konnten wir die Deckschicht und den Rasen nicht einsetzten“, erklärt Roß-Kark. Daher seien die Böden teil versiegelt worden. So sollen Wege und Flächen auch bei Regen stabil und nutzbar bleiben, während zugleich die ökologische Funktion des Bodens teilweise erhalten bleibe, etwa durch bessere Verdunstung und Wasserrückhalt.
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Bezirksbürgermeister Peter Tillmanns würdigt bei der Eröffnung die Bedeutung des Parks für das Quartier: „Er ist Raststation und Naherholungsort zugleich.“ Außerdem richtet Tillmanns noch einen Appell an die Besucherinnen und Besucher: „Der Vandalismus steigt und auch Müll ist leider ein großes Thema. Lasst uns gemeinsam dafür sorgen, dass der Park in seinem jetzigen Zustand viele Jahre erhalten bleibt.“ Denn mit dem neuen Pocketpark habe Brand nun einen neuen lebendigen Ort der Begegnung, Bewegung und Entspannung – ein echtes grünes Plus für den Stadtteil.
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Was sind Pocketparks?
Pocketparks sind kleine, öffentlich zugängliche Grünflächen, die oft auf bislang ungenutzten innerstädtischen Flächen entstehen. Sie dienen als wohnortnahe Erholungsräume, sollen das Mikroklima verbessern, soziale Begegnungen fördern und das Stadtbild aufwerten. Der Pocketpark Rombachstraße erfüllt all diese Ziele und bietet noch einiges mehr.
Auf rund 1230 Quadratmetern ist ein vielseitiger Ort für Spiel, Bewegung und Entspannung entstanden. Im Zentrum steht ein Kinderspielplatz mit verschiedenen Schaukeln, einem Spielturm, Rutschen, einer Hängematte und einer Sandspielfläche. Außerdem laden zahlreiche Sitzgelegenheiten zum Verweilen ein. Eine große Liege- und Spielwiese sowie eine Boulebahn, die sich die Anwohner ausdrücklich gewünscht hatten, ergänzen das Angebot.
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Für grüne Akzente sorgen frisch gepflanzte Ahornbäume, Hainbuchen und Zierkirschen. Der am Rande des Parks gelegene Rastplatz mit Tischen, Bänken und Fahrradbügeln richtet sich gezielt an Radfahrer auf dem Vennbahnweg. Eine kleine Bewegungsstation mit Sprossen und Reckstangen bietet zusätzliches Potenzial für Fitness im Freien. Ein etwa drei Meter breiter, beleuchteter Fußweg verbindet künftig den Park mit dem Vennbahncenter und dem neuen Wohngebiet „An der Schmit“.
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