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Der FC Bayern verabschiedete sich von der Klub-WM. Was dabei in den Hintergrund rückte: Thomas Müllers FCB-Karriere endete auf tragische Weise.
München/Atlanta – Mit 0:2 gegen PSG verloren, Jamal Musiala schwer verletzt ausgewechselt, auch Josip Stanisic angeschlagen – es gibt mehrere Gründe, wieso dieser Samstag für den FC Bayern alles andere als erfolgreich verlaufen ist. Im ersten Moment vergisst man beinahe, dass das Viertelfinale der Klub-WM auch der letzte Auftritt von Thomas Müller im rot-weißen Trikot war.
Das Bayern-Ende verläuft tragisch
Nach 756 Spielen ist Schluss, schon vor einigen Monaten beschlossen die Bayern-Bosse, der Vereinslegende keinen neuen Vertrag mehr anzubieten. Eine Niederlage gegen Paris St. Germain ist per se keine Sensation, doch Müllers finale Partie hätte nicht tragischer verlaufen können.
Vor allem in den entscheidenden Minuten dürfte sich der 35-Jährige gedanklich mehrmals im falschen Film wiedergefunden haben. Das 2:0 der Franzosen, es fiel in der sechsten Minute der Nachspielzeit, wird sich der Routinier durchaus ankreiden.
Raumdeuter für die Ewigkeit: Die Trophäen von Thomas Müller
Fotostrecke ansehenTragik auch beim Elfmeter
Müller schafft es trotz größter Bemühungen nicht in den Zweikampf mit Achraf Hakimi, sodass dieser die Kugel am Ende unbedrängt zu Ousmane Dembele geben kann, der überlegt abschließt. Ein weiterer bitterer Moment bei Müllers Bayern-Schusspunkt sollte folgen.
Unmittelbar nach dem 0:2 kommt der Weltmeister von 2014 im Strafraum zu Fall, Schiedsrichter Anthony Taylor überprüft die Situation. Die Entscheidung: Kein Elfmeter, kein Anschlusstreffer, keine Möglichkeit mehr, doch noch am Halbfinale zu schnuppern.
Thomas Müller hat sein letztes Spiel für den FC Bayern absolviert. © IMAGO/Heuler Andrey / SPPEine bayrische Weltkarriere geht zu Ende
Das war es also, das letzte Spiel von Thomas Müller im Bayerntrikot. Späte Gegentore, eine Überzahl ab Minute 82, die der FCB nicht nutzen kann, ein schwer verletzter Teamkollege, verlorene Zweikämpfe im entscheidenden Moment – es ist ein Ende, das ein Spieler wie Thomas Müller eigentlich so gar nicht verdient gehabt hat.
Ob der gebürtige Weilheimer nach 25 Jahren beim FC Bayern an anderer Stelle weitermacht? Noch hat er sich nicht entschieden, wo er seine Karriere fortsetzen möchte – oder ob das 0:2 gegen PSG das letzte Match war, das tatsächlich mit Müller-Beteiligung über die Bühne gegangen ist.