Bruno Retailleau ist erst seit sechs Wochen Chef der konservativen Républicains. „Ich wurde gewählt, um zu entscheiden. Und wenn es sein muss, werde ich entscheiden“, kündigte der 64-Jährige beim Parteitag Ende Juni markig an. Nun hat sich der Innenminister in ein heikles Thema eingemischt: die erneuerbaren Energien. Retailleau forderte in der Zeitung „Figaro“, Wind und Sonne ab sofort nicht mehr zu fördern. „Die Wind- und Sonnenenergie bringen dem französischen Energiemix nur eine Unregelmäßigkeit, die teuer zu steuern ist“, schreibt Retailleau zusammen mit seinen beiden Parteivizes. „Deshalb gibt es keinen Grund, sie weiter mit öffentlichen Subventionen zu finanzieren.“ Stattdessen solle der französische Atompark, der ohnehin der größte in Europa ist, noch ausgebaut werden.