(Motorsport-Total.com) – Der erste von zwei Renntagen in Berlin spiegelte nicht das wahre Leistungsniveau des Teams DS Penske wider. Während Jean-Eric Vergne auf Podiumskurs lag, zwang ihn ein Aufhängungsschaden – ein Problem, das alle Fahrzeuge im Feld betraf – zur Aufgabe. Teamkollege Maximilian Günther beendete das Rennen auf Rang sechs, nachdem er über weite Strecken in den Top 5 unterwegs gewesen war.
© DPPI
Jean-Eric Vergne wurde von einem Aufhängungsdefekt aus dem Rennen geworfen
Zoom
Berlin und sein legendärer Flughafen Tempelhof sind an diesem Wochenende Gastgeber für beide Deutschland-Rennen der Formel-E-Weltmeisterschaft. Das Wetter zeigte sich launisch, doch die Zielsetzung von DS Penske blieb unverändert: Vor dem großen Finale in London soll der dritte Platz in der Teamwertung gefestigt werden.
„Der Kurs am Flughafen Berlin-Tempelhof gehört zu unseren Lieblingsstrecken!“, betont Eugenio Franzetti, Direktor von DS Performance – der Motorsportabteilung von DS Automobiles, die die Rennwagen des Teams vorbereitet.
„Das Hauptziel ist es, so viele Punkte wie möglich zu holen, um unsere Position vor dem letzten Rennen in London zu sichern. Wir müssen einen kühlen Kopf bewahren und bis zum Schluss alles geben!“
Für DS Automobiles ist der Kurs auf dem ehemaligen Flughafengelände mit besonderen Erinnerungen verbunden. In der Saison 2019/2020 gewann die französische Marke dort sowohl den Fahrer- als auch den Konstrukteurstitel.
Auch Günther und Vergne verbinden positive Erfahrungen mit Berlin – sie standen hier bereits auf dem Podium und konnten sogar Siege feiern. Das sorgte für Zuversicht.
© DPPI
Maximilian Günther stürmte zu Beginn bis auf den dritten Platz Zoom
Trotz schwieriger Wetterbedingungen und eines rutschigen Asphalts fand das erste Training unter trockenen Bedingungen statt. Auf dem kurzen, aber technisch anspruchsvollen Kurs tasteten sich die Fahrer rasch an die Limits auf der ungewöhnlichen Betonoberfläche heran.
Vergne und Günther zeigten sich sofort konkurrenzfähig und fuhren auf die Plätze sechs und neun. In der 300-kW-Leistungsstufe – jener Konfiguration, die im Rennen verwendet wird – belegte Vergne sogar Rang vier.
Doch dann kam der Wetterumschwung: Heftiger Regen sorgte am Samstagmorgen für die Absage des zweiten Freien Trainings. Das Qualifying wurde um 40 Minuten verschoben, ehe sich die Lage besserte.
© DPPI
Maximilian Günther holte als Sechster wertvolle Punkte Zoom
Auf nasser Strecke konnte Günther im ersten Quali-Segment (Gruppe A) überzeugen. Kurz darauf zog auch Vergne aus Gruppe B nach. Beide DS-Piloten qualifizierten sich damit für das Viertelfinale – doch aufgrund eines erneuten Regengusses wurden die Duellrunden abgesagt.
In dieser Ausnahmesituation – erst zum zweiten Mal in der Formel-E-Geschichte – zählten die Gruppenzeiten für die Startaufstellung. Die DS E-TENSE FE25 gingen somit von den Plätzen fünf (Günther) und sieben (Vergne) ins Rennen. Angesichts der zuvor gezeigten Pace waren die Voraussetzungen vielversprechend.
Ein turbulentes Rennen
Um 16:00 Uhr startete das Rennen -endlich bei trockenen Bedingungen, aber auf feuchter Strecke. Das war eine Gelegenheit für mutige Fahrer und clevere Strategien im Energie- und Reifenmanagement.
Günther zeigte sich von Beginn an kampfstark und arbeitete sich auf Rang drei vor. Vergne folgte dicht dahinter. Beide DS-Piloten verfolgten unterschiedliche Taktiken: Günther aktivierte bereits in Runde vier seinen ersten Attack-Mode, während Vergne länger wartete.
Mit dem verpflichtenden PitBoost – dem regelbedingten Boxenstopp zum Nachladen – begann eine neue taktische Phase. Beide Fahrer konnten ihren Plan sauber umsetzen und lagen zehn Runden vor Schluss auf den Positionen drei und vier.
© DPPI
Am Sonntag gibt es gleich eine neue Chance auf ein besseres Ergebnis Zoom
Doch das Rennende verlief nicht nach Plan: Während Günther sein Tempo halten und das Rennen auf Platz sechs beenden konnte, wurde Vergne von einem Aufhängungsschaden gestoppt. Es handelte sich um ein Serienteil, das bei allen Fahrzeugen des Feldes verbaut ist. Der Traum vom Podium war damit geplatzt.
Am Sonntag folgt das zweite Rennen in Berlin – mit einer Runde weniger, aber womöglich mehr Rennglück für DS Penske. Trotz allem behauptet das Team weiterhin Rang drei in der Teamwertung.
Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde mithilfe eines Produktionskostenzuschusses von DS Automobiles ermöglicht. Eine inhaltliche Einflussnahme von DS auf den Beitrag fand nicht statt.